Vom Gewaltopfer zur Kämpferin für Gerechtigkeit: Prix Courage-Kandidatin Saskia Leber

Shownotes

Zweimal entging die 38-jährige Saskia Leber einer Vergewaltigung durch einen vermeintlichen Freund nur knapp. Sie wurde vom Täter manipuliert und später gestalkt. Trotzdem muss die Baslerin bis heute darum ringen, von den Behörden als Opfer anerkannt zu werden.

Leber entschied sich zum Gang an die Öffentlichkeit, um stellvertretend für andere betroffene Frauen ein Zeichen zu setzen: «Es kann nicht sein, dass man sich als Opfer rechtfertigen muss für eine Gewalttat, der man unschuldig ausgeliefert war.» Für diesen mutigen Schritt und ihr Engagement für andere ist Saskia Leber für den Prix Courage 2026 nominiert.

Im Beobachter-Podcast unterhält sich Saskia Leber mit Moderatorin Jasmine Helbling und Redaktor Daniel Benz.

Prix Courage: Mehr Infos zum Preis

Anlaufstellen für Opfer von sexualisierter Gewalt: www.opferhilfe-schweiz.ch www.onlineopferberatung.ch www.frauenhaeuser.ch – mit Links zu regionalen Stellen www.brava-ngo.ch – Telefon 031 311 38 79 www.bif-frauenberatung.ch – Telefon 044 278 99 99 Schutzhäuser für Männer: www.zwueschehalt.ch www.stiftung-gegen-gewalt.ch – Telefon 031 313 14 00 www.frauenberatung.ch

Polizei: Telefon 117 Sanität: Telefon 144

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00:00:01: Ich habe zuerst Schuld bei mir gesucht.

00:00:03: Ich fragte mich, ob ich ihn nicht massieren soll oder ihm heiss sollen.

00:00:07: Darum darf man doch mit Freunden machen.

00:00:10: Das ist der Fall.

00:00:11: Echte Schweizer Rechtsstreit

00:00:13: und Rat für Betroffene.

00:00:15: Ein Podcast von Beobachter.

00:00:17: Heute am Mikrofon Jasmine Helblinge.

00:00:25: Saskia Leber ging nur knapp einer Vergewaltigung durch einen vermeintlichen Freundin.

00:00:30: Nachher hat er sie systematisch manipuliert ums Tag.

00:00:34: Trotzdem mussten sie dafür kämpfen, als Opfer ernst genommen zu werden.

00:00:38: Heute bricht sie Schweigen und will anderen betroffenen helfen.

00:00:41: Für ihr Engagement ist sie in diesem Jahr für den Prigurash von Beobachtern nominiert.

00:00:46: Mein Name ist Yasmin Hilbling und mit mir im Studio sind Saskia Leber und der Journalist Danielle Bens, die ihre Geschichte aufgeschrieben hat.

00:00:53: Saskia du hast Schlimmes erlebt und dich dazu entschieden offen darüber zu reden.

00:00:58: wie schwer oder leicht fällt dir das?

00:01:01: Am Anfang ist es mir sehr schwer gefallen und macht sich angreifbar.

00:01:06: Man hat Angst, dass es Menschen gibt, die das nicht so sehen wollen, was man eigentlich überbringen will.

00:01:14: Aber mittlerweile habe ich so viele positive Rückmeldungen bekommen Dass es mir mittlerweile recht einfach fällt, über alles zu reden.

00:01:25: Einige, die jetzt zulassen ist der Einstieg vielleicht bekannt vorkommen.

00:01:29: Wir haben in dem Podcast schon einmal über einen Fall berichtet.

00:01:32: Damals haben wir dich aber anonymisiert und Isabelle Koch genannt.

00:01:37: Wieso hast du dazu entschieden mit deinem richtigen Namen zu stehen?

00:01:41: Genau aus diesem Grund mit den positiven Rückmeldungen.

00:01:44: Ich habe wirklich nichts Negatives gehört von allen Seiten nur Positives mitbekommen.

00:01:51: Und darum fand ich dann ... dann stand ich mit meinem richtigen Armen hier und macht mir auch noch persönlicher Verdassung, dass sich die Menschen vielleicht noch mehr getraut auf mich zukommen.

00:02:04: Deine Stimme haben wir schon gehört im ersten Podcast.

00:02:07: Wer die Folge inlosen will, findet sie am siebenundzwanzigsten März unter dem Titel Gewaltopfer wird bedroht und nicht ernst genommen.

00:02:15: Aber natürlich reden wir heute nochmal darüber was passiert ist.

00:02:19: Der Täter nennen wir weiterhin Cedric Mayer.

00:02:22: Das ist nicht sein Richtigenamen und wir haben es vorher gehört, er war kein Fremder, sondern ein enges Freund von dir.

00:02:29: Magst du uns erzählen wie ihr euch kennengelernt habt?

00:02:33: Ich war an einem Fest und meine Kollegin kam dazu und er hat in den Freundeskreis bei meiner Kollegin gehört.

00:02:41: Wir hatten hier oben miteinander verbracht.

00:02:43: Ein paar Tage später hat mir ein WhatsApp geschrieben, weil er die Nummer von meiner Kollegin bekommen hatte.

00:02:50: Wir haben dann etwas geschrieben und per Zufall sind wir darauf gekommen, dass er einen Tierpark hat.

00:02:57: Und das ist der Tierpark, wo ich mit meinen Kindern jeden Donnerstag oben an die Tiere fütte.

00:03:04: Das war einfach so ein ZufAll und er hat uns dann auch gerade eingeladen ... Und so ist dann eigentlich der Kontakt ins Rollen gekommen.

00:03:12: Dann wurde er fast kein Freund von der Familie, oder?

00:03:15: Ja absolut!

00:03:16: Er war bei uns innen und aussen.

00:03:18: Wir waren beim Tierpark permanent.

00:03:22: Er ist wirklich ein ganz, ganz enger Freund geworden.

00:03:26: Das haben wir im ersten Podcast auch beschrieben.

00:03:28: Irgendwann ist die Stimmung gekippt.

00:03:31: Was ist da passiert?

00:03:33: Wir waren am Morgen bei seinen Tieren.

00:03:37: Heu aufeinander geschüffelt und sind dann nach unserer Spaziergang gemacht, wollten einen Kaffee bei ihm daheim trinken.

00:03:46: Und er hat ein Emojiommerer, der so Verspannungen hatte.

00:03:49: Ich bin eine klare Masseurin.

00:03:50: Ich habe gefunden, ich kann ihm etwas Gutes tun.

00:03:52: Er ist auf einer Stuhl gesessen.

00:03:59: Wir waren beide anzugen.

00:04:00: Er war einfach oben unten.

00:04:01: Ich hatte im ganzen normalen Nacken schulteren Massage.

00:04:07: Ich glaube, bis heute nicht nachvollziehen.

00:04:09: Aus dem Nicht hat er mich packt und rätuert aufs Bett Kate.

00:04:15: Er ist sofort auf mir gelegen.

00:04:18: Er war viel grösser und schwerer als ich.

00:04:20: Und er hat mich umschlungen wie eine Schlange.

00:04:23: Also ich konnte nichts mehr machen.

00:04:30: Was ist mit dir passiert in diesem Moment?

00:04:33: War das ein Schockstarre?

00:04:35: Im ersten Moment habe ich mich noch zu wehren.

00:04:38: Aber ich habe gemerkt, dass ich mich mehr werde.

00:04:44: Dass du mehr hättest.

00:04:45: Ich habe dann angefangen in das Bett, um mich loszulassen.

00:04:48: Ich musste auch verbrüllen und er hat immer noch gesagt, es tut ihm so gut und nur schnell.

00:04:59: Er machte überhaupt nichts zu mir los.

00:05:04: Und wie bist du rausgekommen aus dieser Situation wieder?

00:05:07: Plötzlich ... für sich gefunden, jetzt langt und hat mir losgelassen.

00:05:13: Und hat dann so da was nicht passiert?

00:05:15: Es war völlig perplex gewesen, dass ich es aufgelöst bin.

00:05:18: Also hätte das überhaupt nicht können nachvollziehen können.

00:05:21: Wahnsinn!

00:05:22: Weil man sich gar nicht vorstellen will... Falls Ihnen, die zulassen, einmal etwas ähnliches passiert ist oder eine Person aus ihrem Umfeld sexualisierte Gewalt erlebt hat, donnt sich ein Blick in unsere Show-Notes, dort haben wir Anlaufstellen aufgelistet.

00:05:36: Ich

00:05:36: frage mich sofort, ob eine Freundschaft etwas überleben kann.

00:05:40: Wie ging es nachher weiter?

00:05:42: Ich war sehr irritiert und habe mir lange gefragt, was hier passiert ist und ob das okay war oder ob ich etwas falsch sehe.

00:05:52: Das ist der Reflex oder dass man sich selbst hinterfragt?

00:05:55: Absolut ja!

00:05:56: Ich habe zuerst Schuld bei mir gesucht.

00:05:58: Ich fragte mich, hätte ich ihn nicht massieren sollen, hätte er ihm nicht zu Hause sein sollen ... Und dann dachte ich, aber wiederum ... Warum?

00:06:06: Das darf man doch mit Freunden machen.

00:06:08: Es war wirklich eine ganz komische Zeit.

00:06:11: Und er hat natürlich auch angefangen, über seinen verstorbenen Sohn zu reden.

00:06:16: Dass er das so vermisst und unter dem so leidend und näher vermisst hat... ...und dann habe ich halt auch wieder einen schlechten Gewissen gehabt, weil ich dachte... Ich kann das nicht nachvollziehen wie es ist wenn ein Kind verliert.

00:06:28: Ich bin froh, dass ich meine vier gesunde Mädchen habe.

00:06:34: Das war für mich dann logisch.

00:06:36: Ich musste in diesem Moment einfach die Nähe geben.

00:06:40: Du hast einen Mitleid mit ihm gehabt, oder?

00:06:43: Mega!

00:06:43: Ja, das hat mir fast kaputt gemacht.

00:06:46: Ein Gedanke, dass er so traurig ist wegen seinem verstorbenen Sohn... Dass er zu so einem Mittel muss zurückgreifen um die Nähigkeit zu kriegen.

00:06:56: Du hattest immer noch eine zweite Chance gegeben und trotzdem hat sich dieser Vorfall wiederholt.

00:07:02: Ich würde sagen, ich bin schon auf Abstand ein bisschen gegangen.

00:07:05: Es war sicher nicht so eng wie am Anfang.

00:07:08: Aber ich war arbeitssuchend und er hat dann plötzlich einmal gefunden, dass es für mich eine Stelle ist.

00:07:16: Er hat mir eingeladen zu sich heim mit einem Büro, der Personal einstellt.

00:07:24: Und er hat mir angeboten, über diesen Job zu reden, damit es überhaupt passt.

00:07:30: Ich war verzweifelt, habe unbedingt einen Job gebraucht und habe dann gefunden.

00:07:35: Also lasse mich das gerne mal an.

00:07:37: Ich ging zu ihm nach Hause.

00:07:42: Er sagte gerade vor fünf Minuten, dass er nicht kommen kann.

00:07:46: Jetzt machen wir uns alleine in den schönen Oben.

00:07:51: Und ein schöner Oben wurde

00:07:53: es nicht?

00:07:53: Nein, ein schönen ist nicht geworden.

00:07:57: Ich hatte gesagt, dass ich wieder nach Hause gehe.

00:08:00: Ja, ich habe meinen Mann nicht gesagt, dass ich mit ihm alleine bin und so.

00:08:05: Und er hat gesagt, komm mal trinken doch einfach schnell noch ein Glas Wein und dann kannst du wieder gehen!

00:08:10: Dann fand ich, ich möchte jetzt auch nicht schon wieder blöd oder kompliziert tun.

00:08:16: Letztes Mal fand ich den Jog über Treib immer so.

00:08:20: Darum bleibe

00:08:22: ich.

00:08:22: Was ist passiert?

00:08:25: Wir haben über alles mögliche geredet, über Musik.

00:08:28: Über Spotify haben wir unsere Musikliste angeschaut und haben ein Glas weitrunken.

00:08:36: Er ging irgendwann auf die Toilette und kam wieder durch den Roten.

00:08:41: Ich musste ihn auch auf der Toiletten.

00:08:42: Und er sah dann, dass das Lauerbohr nicht nass war.

00:08:45: Er kommt von der Toile zurück und sagt zu ihm, du bist nicht grüßelt oder hast deine Hände nach dem Bisschen nicht gewaschen.

00:08:56: Er sagte dann, dass er irgendein Medikament hätte müssen nehmen.

00:08:59: Und ab diesem Moment ist er ganz anders, ganz komisch.

00:09:03: Er war immer ganz so ruhig und sehr in sich gehört.

00:09:07: Und dann plötzlich war er aber so aufgerühlt mit den Händen.

00:09:11: Wenn er geredet hat mit der Hand umbewegt ... Er war laut.

00:09:15: Er lachete raus.

00:09:17: Dann habe ich ihn gefragt, ob alles gut ist?

00:09:20: komisch ist, aber vielleicht auch etwas Eignung haben.

00:09:23: Ja, wäre jetzt auch mein erster Gedanke gewesen, Drogen oder was?

00:09:26: Und das hat ihn dann so hässig gemacht und es ist wie in einer Sekunde, dass es kippt.

00:09:33: Also der hat den Gesichtsausdruck bekommen, wenn ich gerade gewusst habe... Jetzt sind wir eigentlich wieder gleich wieder beim ersten Mal... Der hat mich packt am Handgelenk und hat mich gerade mitgezogen und gesagt, komm, er beweist mir, dass keine Substanzen irgendwo versteckt hätten oder so.

00:09:48: Er hat mich ins Barzimmer geschleipt.

00:09:52: Hätte alle Schränke aufgemacht, um es zu zeigen und das Barzimmer war gerade an der Grenze ans Schlupfzimmer.

00:09:59: Und dann hat er mich auch ins Schlupftzimmer gezogen, um dort noch zu zeigen, dass er nichts hatte.

00:10:04: aber bei dem ist nicht geblieben.

00:10:06: Er hat mich wieder einfach aufs Bett-Ratur geschopft.

00:10:10: Ich bin erst gesessen und bin dann noch aufgestanden und habe noch so gelachen und wollte lustig machen und sagen hey komm, es ist jetzt gut oder?

00:10:16: Aber er hat mich dann gleich nochmal geschopt gerade direkt wieder auf mich draufgelegen.

00:10:24: Das ist alles, wie es so schnell geht und man kommt in diesen Moment gar nicht raus, weil das alles so schnell kann funktionieren.

00:10:30: Er hat mir mein Top und mein B-Hoffen geschoben, er hat sich selbst ein T-Shirt abzogen und hat meine Hände gekippt und hat versucht an dieser Zeit seine Hosen abzuziehen.

00:10:42: Und das hat dann einfach nicht funktioniert, weil ich mich loslösen musste und dann hatte ich wieder die Möglichkeit, mich zu wehren.

00:10:48: Das habe ich mir nicht gepasst, dann hätte er wieder gecapt und natürlich durch seine Hose nicht abziehen können.

00:10:56: Aber er schmutzte und angelangt und auch hier habe ich wieder geschraubt, nein gesagt, gestrampelt.

00:11:02: Er legte sich dann so auf meine Beine, dass ich mich nicht mehr bewegen konnte.

00:11:12: Irgendwann zu ihm gesagt, dass er ein Schlappspanz ist.

00:11:16: Und das hat ihn natürlich vollhessig gemacht.

00:11:19: Er sagte nicht, dass wir jetzt zeigen, was einen richtigen Mann mit einer Frau macht und sich hier nie mehr rauskommt, dass die Dürren abgeschlossen sind.

00:11:30: Ich hörte, dass ich ihm hören würde.

00:11:32: Dann habe ich ihm gesagt ... Nein, ich möchte es mir loslassen!

00:11:34: Ich habe geschraubt.

00:11:35: und dann hat er noch gesagt, seine frisch geschliffene Messer wird holen, wenn ich nicht ruhig bin.

00:11:40: Ähm... Irgendwann ... bin ich dann wieder einfach ruhig gewesen, weil ich gemerkt habe es bringt nichts.

00:11:48: Und dann kam mir noch die Idee, dass ich ihm sagen könnte, ich zeige ihn an.

00:11:53: Dann sagte ich es nochmal und beim zweiten Mal ist das gleiche passiert.

00:11:58: Er ist von mir ab und hat gesagt, wieso?

00:12:00: Wieso willst du mich anzeigen auch?

00:12:02: Ich habe doch gar nix gemacht!

00:12:03: Das ist doch gar nicht passiert.

00:12:05: Also ich finde schon nur wenn man dir zulässt da kommen so viele Gefühle auf den Boot Das Umverständnis und es muss eine wahnsinnige Panik sein, die du gehabt hast.

00:12:17: Auch das mal wieder gefragt – wie kommen wir denn aus dieser Situation raus?

00:12:21: Also er hat von dir abgelassen ... Und dann?

00:12:25: Er wollte so beschwichtigen, dass es gar nichts passiert ist, dass alles gut ist.

00:12:29: Und plötzlich hat er angefangen sich an seinen Herz zu längen und sagte, seine Herzbüttelentzündung sei blöd zu machen.

00:12:40: Und er hat zwar von Hypoventilieren geschwitzt wie verrückt und ist ganz, ganz bleich geworden.

00:12:48: Dann bin ich aber aufgestanden.

00:12:50: Ich habe mich anzogen.

00:12:50: Ich ging in den Stuben.

00:12:52: Im ersten Moment dachte ich mir, dass es mir eigentlich egal war.

00:12:55: Ich wollte meine Sachen nehmen und dann kam er ins Stube und sagte nochmal, ich stehe nicht mehr.

00:13:00: Ich stehe mein Herz.

00:13:02: Ich hatte einen solchen Flex schnell an die Hand gelenkt zum Puls.

00:13:06: anzuschauen, und das war mein Ordnung.

00:13:08: Ein bisschen schnell aber es war nicht schlimm.

00:13:12: Und dann habe ich einfach meine Sachen genommen, hatte die Hälfte noch dort vergessen... ...und bin gegangen!

00:13:16: Ist ja fast ein wenig manipulativ oder?

00:13:19: Dass er dann wieder so Opfer hat wollen sein und natürlich wieder dein Mitleid hat wollen und dass du ihn umsorgst?

00:13:25: Ja vor allem war schon verrückt, dass es diese Herzbüttelentzündungen gar nicht gab.

00:13:28: also sie hatten wir auch von Anfang an... Ich erzählte, dass er das hat.

00:13:32: Und auch da hatte ich immer so Mitleid mit ihm, weil er dann immer gesagt hätte können nicht so schnell laufen.

00:13:37: Das Herz und so... Und auch dort hatte ich natürlich Angst, dass der gerade stirbt!

00:13:44: Und das hat sich ausgestellt, dass es ein Lüge ist in dem Moment?

00:13:47: Ja, es hat nicht gestohlen gehabt.

00:13:49: Und mit den Freundschaften war sie vorbeigegesagt?

00:13:52: Nimm ich auch.

00:13:55: Also die Freundschaft war natürlich dann vorbei im ... Auf dem Heimweg habe ich dann aber noch geschwind am Krankenwagen angeläutet, weil ich Angst hatte, dass er wirklich seine Herzinfarkte hat.

00:14:08: Die haben mir aber gesagt, dass sie nichts machen können, weil auch wahrscheinlich keine Hilfe anwenden würde.

00:14:15: Ich bin dann heimeingegangen und vom Heimwerk hatte Ermer ja dann noch Geld geïntet mit dem Tussig-Fünfund-Frank im Text, das es ihm leidtut.

00:14:26: Ui!

00:14:27: Das habe ich natürlich sofort zurücktwintet.

00:14:31: Ist ja seltsam, wie schwiegelt?

00:14:33: Ich bin im ersten Moment nicht rausgekommen, was das soll.

00:14:36: Bei den Sofort-Heime sagte mein Mann, dass er sich mit ihm mit der Spaziergang machen möchte und wir haben ihn in dem Quartier etwas umgelaufen.

00:14:45: Dann habe ich ihm erzählt, was passiert ist.

00:14:47: Er war so heiss, hat gesagt, es ging gerade zu ihm heim und haut meins.

00:14:53: Man sagt, nein, also es bringt er jetzt auch nichts.

00:14:56: Die haben sich ja auch gekannt, hat er ihm angelüht und ihn gefreut.

00:15:00: Was hast du mit meiner Frau gemacht?

00:15:02: Was soll das?

00:15:03: Und dann hat er drei Mal hintereinander gesagt, ich habe sie gepackt.

00:15:09: Dann hat er von so ganz komischen Röcheln stöhnt und es knallte.

00:15:14: Und dann hörten wir nichts mehr.

00:15:17: Ich dachte jetzt hat er einen Herzinfarkt.

00:15:19: Das ist der Herzbüttelentzündung.

00:15:22: Ich habe dann nochmal am Krankenwagen angeschaut und sie haben wieder gesagt, dass ich nichts machen konnte.

00:15:28: Und dann habe ich mich so beantwortlich gefühlt für ihn, damit ich mit meinem Mann zusammen zu ihm heim bin... ...und vor Ort noch einmal am Krankenwagen angeschlafen habe.

00:15:39: Die haben endlich inprobiert zu erreichen, haben gemerkt auch gut nicht an das Telefon... ...dann ist die Polizei im Krankenwagen-Führwerk gekommen... ...ehm.. und die haben dann Dörren aufgemacht und dann hat er... sich besucht zuerst um ein Leben zu nehmen.

00:15:56: Wie war das für dich?

00:15:57: Hast du auch einen Freund gewesen, oder?

00:16:00: Das sind wahrscheinlich recht gegensätzliche Gefühle, die dann aufgekommen sind.

00:16:04: Ich bin wahnsinnig schockiert.

00:16:07: Zuerst natürlich, weil ich diese komplette Schuld auf mich nahm.

00:16:10: Ich dachte jetzt bei mir, dass es auch tot ist.

00:16:15: Also, als ich dort überlebte ... Seine Dante kamen dazu wo wir mit dem Krankenwagen und allen dort standen.

00:16:25: Und von ihr habe ich dann die ersten Informationen über ihn bekommen, dass z.B.

00:16:31: mein Sohn gar nicht tot ist und dass ich nicht die erste bin.

00:16:36: Und sie war auch die, was mir im ersten Moment gesagt hat – gingen bitte morgen sofort anzuzeigen!

00:16:43: Das habe ich am nächsten Tag so vorgemacht.

00:16:54: Wege sexueller Nötigung, Versuchterverkwaltigung und

00:16:57: Drohung.

00:16:59: Aber Cedric Mayer will das nicht akzeptieren.

00:17:01: Er ist wieder in deinem Leben auftaucht.

00:17:03: Es war plötzlich überall.

00:17:05: Hat dich und deine Kinder gestalkt?

00:17:08: Ich bedrängt ... Überall haben wir im ersten Podcast ausführlich geredet.

00:17:13: Was war für dich am schwierigsten?

00:17:15: Das

00:17:17: Schwierigste war die Hilflosigkeit oder eine Ohnmacht.

00:17:21: Man hat irgendwie nie eine Hilfe erfahren.

00:17:27: Ich war wie auf mir alleine gestellt und wir mussten einfach unser ganzes Leben umkrempeln.

00:17:33: Wir mussten schauen, dass meine Kinder immer abgeholt werden, dass sie nicht mehr allein sind... Ich kann auch nicht durch die Strosse laufen, wenn ich früher gelaufen bin, sondern ich habe immer nach links und rechts geguckt, ob er wieder irgendwo ist, weil er überall war, wo wir waren.

00:17:48: Und dass du dich so alleine gefühlt hast, das mit den Behörden zu tun?

00:17:51: Auf das können wir gleich noch mal zurück.

00:17:53: Ich würde zuerst gerne einen Schritt vorspulen gehen.

00:17:57: Irgendwann hat es aufgehört, was ist passiert?

00:18:01: Irgendwo habe ich einfach nichts mehr von ihm gehört und er hat das natürlich im ersten Moment sehr genossen in Ruhe.

00:18:12: Sie hat mir zwar Angst gemacht aber es kam dann wieder so ein normales Leben zurück.

00:18:18: Sind über zwei Wochen vergangen, da hatte ich ein Todesanzeigen im Prüfkasten.

00:18:23: Dass das auch verstorben sei.

00:18:25: Eine

00:18:26: richtige, die hat nicht in der Ehrung gefälscht.

00:18:28: Das ist im ersten Moment meine Gedanken gewesen.

00:18:32: Ich war eigentlich überzeugt, dass es wieder so eine Spiele von ihm ist.

00:18:35: Aber ich habe gerade beim Betreuungsmanagement angelühten gehabt, die für uns beide zuständig sind und sie haben mir bestätigt, dass er wirklich verstorban ist.

00:18:45: Ich will fast nicht fragen, aber hast du die wieder schuldig gefühlt?

00:18:49: Ja.

00:18:50: Zu hundert Prozent.

00:18:52: Im ersten Moment bin ich bis heute gut, dass sie noch nicht so ganz verstand, was auch mit mir gemacht hat.

00:19:02: Sondern im Vordergrund steht eigentlich für mich immer noch sein Selbstmord, seine Suizid.

00:19:07: Weil er hat mir das immer geschrieben, wenn ich ihn anzeige und alles durchziehe, dann wird es sich auch Leben nehmen.

00:19:14: Das hat er gemacht und für mich, das fühlt sich an mir an.

00:19:19: Es wäre ich seine

00:19:19: Mörderin.".

00:19:24: Das ist ein Podcast von Beobachter.

00:19:26: Wir machen faire Journalismus.

00:19:28: Wir schauen dort hin, wo andere weglauen und arbeiten für eine gerechtere Schweiz.

00:19:32: Schauen Sie mal innen am besten mit der App, beobachten.ch.

00:19:36: slash app.

00:19:40: Ich möchte jetzt auf ein anderes Thema kommen, den wir bis jetzt angeschnitten haben aber etwas ausklammert haben und zwar die Rolle der Behörden.

00:19:53: Das ist ein

00:20:00: Standardprofahren.

00:20:02: Nach einem Anzeigen wird prüft, ob genügend Anhaltspunkte vorliegen für den Straftat.

00:20:07: Je nach Schwere vom Delikt durch die Staatsanwaltschaft das Vorverfahren einleiten.

00:20:13: In dem werden Beweise gesichert und die Beteiligten befragt.

00:20:18: Und das ist auch in diesem Fall passiert.

00:20:20: Cedric Mayer hat vor seinem Suizid einen Aussage gemacht und die haben später dann eine Rolle gespielt, in dieser ganzen Geschichte.

00:20:28: Der Fall hat parallel noch ... Eine andere Dynamik abgenommen, das haben wir vorher gehört wegen der Bedrohungs-Lade.

00:20:35: CEDRIC MAYER hat den Sasske an ihre Kinder angestellt.

00:20:39: Das ist ein weiterer Instanz ins Spielkurs Bedrohhungsmanagement vom Kanton Baselsstadt.

00:20:45: Das war ein Fachstell von der Kantonspolizei.

00:20:47: Sie sollten die Bedrohungssituationen einschätzen, um Risiken zu vermindern.

00:20:54: Sie haben so ein ... Ihres Motos ist Dialog statt Repression.

00:20:57: Das heisst nicht.

00:20:59: jedenfalls der Bedrohr wird aus dem Verkehr gezogen.

00:21:03: Aber es müsste in jedem Fall heißen, dass bedrohte Personen das Gefühl von Sicherheit bekommen.

00:21:09: Und das ist ja da nicht wirklich passiert!

00:21:12: In Theorien klingt es eigentlich super.

00:21:15: Aber in der Praxis sah es etwas anders aus.

00:21:17: Saskia, wie hast du das erlebt?

00:21:20: Am Anfang fühlte ich mich sehr sicher.

00:21:23: Sie haben mir erklärt, was sie machen.

00:21:25: Das war für mich eine Art von Sicherheit, die ich gekriegt habe.

00:21:30: Es kam aber so weit, dass Settel uns wirklich verfolgt hat.

00:21:37: Meine Kinder hatten Fußballtraining und er war auch dort.

00:21:42: und hat den Kindern zugelugt.

00:21:44: Ich habe das gemeldet.

00:21:48: Das Betreuungsmanagement nahm nicht in Kontakt mit ihm, aber nachher nahm ich mehr wieder in Kontakt.

00:21:54: Am Settling ging es auch sehr schlecht.

00:21:58: Wir mussten sich etwas Verständnis für die Situation haben, weil Fussball wäre.

00:22:02: Was hätte ich gerne?

00:22:03: Das würde ich gerne schauen und auch gern machen.

00:22:05: Ich muss ein bisschen Verständnissen für diese Situation.

00:22:09: Und

00:22:09: tolerieren, dass er überall einfach auftaucht!

00:22:12: Genau, und dort habe ich mich dann natürlich gerade wieder schlecht gefühlt.

00:22:17: Ich sah scheinbar die ganze Welt irgendwie ganz anders komisch als alle anderen.

00:22:23: Und ich habe dann versucht das Verständnis aufzubringen.

00:22:27: Es ging aber so weit, dass sogar meine Nachbarn mehr gemeldet haben, dass auch permanent bei uns in der Strosse umeinanderläuft.

00:22:35: Er war sogar einmal vor den Tagesstrukturen meiner Kinder, ab dem Velo abgestiegen und ist störtig gestanden, was sie auskann.

00:22:45: Und auch das habe ich sofort wieder am Betreuungsmanagement gemeldet.

00:22:48: Und er hat mich dann gefragt, ob er Kinder angesprochen hätte.

00:22:52: Dann habe ich gesagt, nein, er ist einfach dort gestanden!

00:22:54: Und wenn er wieder vom Betreuungsmanagement meint, soll ich doch das positiv werden, dass er unsere Kinder nicht angesprochen hat?

00:23:01: Flippt mir nicht aus, wenn man so etwas hört...

00:23:04: Das war für mich der Punkt, wo ich gesagt habe, mit denen arbeite ich nicht mehr zusammen.

00:23:08: Dann mache ich das irgendwie alleine.

00:23:09: Du nicht mehr organisierst.

00:23:11: Ich schaue, dass meine Kinder nicht mehr leisen.

00:23:13: Wir schränken uns einfach auf unser Zuhause ein und ich schütze mich selber oder schützt uns selbst.

00:23:20: Also dir hat es wenig gebracht?

00:23:22: Du hast dich nicht ernst genommen gefühlt?

00:23:25: Dann konfrontiert du die Kantonspolizei mit dem Vorruf?

00:23:30: Ja, das habe ich.

00:23:31: Als wir den ersten Artikel geschrieben haben, habe ich die Medienstelle dann angefragt und sie aber keine Ausgrümpfe geben wollen zu dem Verfahren aus Grün des Persönlichkeitsschutzes.

00:23:43: Aber sie haben mir eine allgemeine Beschreibung gegriffen bis in so einem Fall vorgehend.

00:23:49: Und aus diesem ist hervorgegangen das eigentlich standardmäßig dazugehört.

00:23:53: In so einem fall dass man Informationen sammelt über frühen Rückendelikt Gewaltvorbelastungen, psychische Auffälligkeiten der Person, die als Gefährder eingestuft ist.

00:24:06: Und aus diesem Grund konnte man davon ausgehen, dass sie sehr genau gewusst hat, was für ein ... Sie haben sehr general seine Vorgeschichte gekannt und um das Gewaltpotenzial gewusst haben.

00:24:18: Wir haben gerade vor dem Podcast nochmals über das Betreuungsmanagement geredet und Sasskettoschis erzählt, dass sich etwas zu tun hat.

00:24:24: Ihr habt euch gestern noch einmal getroffen.

00:24:27: Wieso?

00:24:28: Was ist passiert?

00:24:30: Ich habe dann gefunden, dass das so nicht kann sein.

00:24:34: Leider geht es nicht die letzte Frau, die etwas erlebt hat und ich habe mir fest vorgenommen, dass ich auf keinen Fall einfach ruhigen möchte.

00:24:45: Ich möchte alles was in meiner Macht steht machen, damit sich irgendetwas ändert, damit eine nächste Frau nicht genauso durch die Hölle muss wie wir.

00:24:55: Ich wende mit ihnen an die Amputsstelle Baselstadt und habe ihre Frau alles erzählt.

00:25:00: Sie nahm den Fall an, machte ihre Abklärungen und fand irgendwann, dass er rund ist – mit dem Betreuungsmanagement eine gute Sache wäre.

00:25:11: Ich stummte zu ihm und wir hatten uns gestern getroffen.

00:25:15: Es war ein ganz positives Gespräch.

00:25:20: Ich war sehr positiv überrascht.

00:25:23: Fähler eingestanden, sie haben gesagt, dass es noch Verbesserungsmöglichkeiten gibt.

00:25:30: Sie haben sich ganz herzlich auch bei mir entschuldigt, dass ich mich so alleine gefühlt hatte.

00:25:36: und ja also ich bin wirklich sehr positiv überrascht gewesen.

00:25:41: Was ich mich vorher auch noch gefragt habe, hat man als Opfer wenn so etwas passiert ist nicht auch ein Anrecht auf Genugtuung Dani?

00:25:49: Ein

00:25:50: Anrecht ist etwas viel gesagt, aber ein Opferhilfegesetz sieht das Vorratmöglichkeit.

00:25:58: Eine Genugtauung überzukommen geht zu einer finanziellen Entschädigung von einem Shutdown, der durch den Straftat erledigt hat.

00:26:07: Für das muss dann die Straftate aber natürlich festgestellt werden und ich glaube es ist auch ein Punkt, was sich ganz stark darum geht dass das anerkennend wird.

00:26:20: Ich war ein Opfer einer Straftat, und das habe ich auch schwarz auf weiss gesehen.

00:26:26: Da geht es gar nicht um den Geldbetrag, sondern es geht um die Anerkennung.

00:26:31: Wir haben darüber geredet, dass du aus diesem Grund das Verfahren angestoßen hast bei dieser entsprechenden Amtsstelle.

00:26:43: richtig schief raus zu kommen.

00:26:45: Da hat es einfach Sack, am Schluss keise ihre Opfer-Eigenschaft wird

00:26:48: verneint.".

00:26:48: Das ist so ein Amtsdeutsch und...

00:26:52: Was heißt das?

00:26:53: Sie haben aufgrund ihrer Schilderung, ich muss noch mal zitieren, sind die sexuellen Übergriffe nicht mit überwiegendem Wahrscheinlichkeit erwiesen.

00:27:02: Also sie haben anzweifelt dass das tatsächlich so passiert war.

00:27:07: An diesem Punkt können die Aussagen von Cedric Meyer, der vorhergemachter kommenden Spiel, einfach alles abgestritten haben.

00:27:15: Er sagte, das stehe mir nicht und weil er nachher so in die Zeit begangen hat, konnte man ihn nicht mehr konfrontieren.

00:27:21: Das hattest du auch einfach, dann glaubt

00:27:23: man.

00:27:23: Ja eigentlich war es ja etwas so, als wäre es Aussage gegen Aussage.

00:27:27: Und dann müssen sie das ja gleich bei Urteilen beurteilen können.

00:27:29: Also wieso haben sich's dann... ...gegen Zaskia gestellt?

00:27:35: Zaskia und Cedric, die haben einen sehr intensiven Austausch gehabt mit Nachrichten.

00:27:40: Mehrere Tausend Nachrichten sind da her.

00:27:42: Das ist Allgemeinszüge

00:27:44: usw.,

00:27:44: aber es waren zum Teil auch intime Themen.

00:27:47: Ganz persönliche Sachen.

00:27:49: Und das haben sie einfach genommen und gesagt, wer so miteinander umgeht, dann haben Sie sich ... Also, Zaskianleber hat sich zu wenig abgrenzt von dem späteren Täter.

00:28:02: Wie war das für dich?

00:28:04: Ich sollte etwas hören.

00:28:08: Es hat mich sehr schockiert, weil es für mich so klingt, als wäre das... Hätte ich immer eine Einladung gegeben?

00:28:17: Würden Sie das so verstehen?

00:28:18: Als wäre es eine Einladung gewesen, dass er etwas Grenze überschrittenes darf machen.

00:28:22: und das finde ich jetzt... ...ich bin es komisch, weil ich sehe ja auch, sie ist ein Frau!

00:28:29: Und so etwas von einer Frau erstens zu hören, wenn sie natürlich etwas vertreten muss.

00:28:34: Aber ich habe es sehr beleidigend gefunden.

00:28:37: Was ich auch noch besonders störend finde, man hat ja dann herausgefunden oder du hast rausgefunden, dass Sedi Gmeier kein notorischer Lügner ist.

00:28:43: Ich habe mit seiner Schwester geredet und gesagt er hat sein ganzes Leben gelogen, er hat ihr Sachen vorgelogen vom Sohn, der gestorben ist, stimmt nicht von seiner Herzklankung.

00:28:55: Das war seine Masche.

00:28:57: Und ihm glaubt man einfach das, wenn er sagt, nein, ich bin's nicht gewesen.

00:29:02: Und auf der anderen Seite haben wir jedes Aussage, jedes isolierte Chat-Nachricht von Saske.

00:29:08: Wir haben ihn auf die Goldwahl geleitet und gesagt, hier sehen wir aber einen Widerspruch.

00:29:12: Man hätte ja dann eben diese Widersprüche ja angeblich gar nicht mehr überprüfen können.

00:29:17: Also den Täter hat man glaubt einfach so und am Opfer glaubt man nichts.

00:29:22: Und obwohl es in der Vergangenheit schon Vorfälle gegeben hat – das muss ich mir auch noch dazu sagen -, da habe ich für dich Darfst du das bekannt tun?

00:29:31: Habe ich mir gedacht, weil du auch schon über ähnliche Fälle geschrieben hast.

00:29:36: Ja, das ist so.

00:29:39: Es kommt immer wieder vor, dass Opfer nicht ernst genommen werden, dass wir noch trächteln und von dieser Höhe ergewichtert sind als nicht vom Opfer.

00:29:49: Da gehört man einfach zu viele Geschichten, die genau so tun.

00:29:53: Das kann kein Zufall sein!

00:29:55: Wir im Beobachter haben immer wieder solche Geschichten geschrieben.

00:29:58: Da gibt es vor allem der Fall vom Gewalttopf von Nicole Dill, das habe ich für Ehegeister.

00:30:03: In achtzehn Jahren wurde er vergewaltigt, weil die Polizei und andere Instanzen den Gefährlichkeiten des Täters gewarnt haben.

00:30:15: Sie mussten bis zum Menschengerichtshof in Strasbourg auf juristischem Weg kämpfen.

00:30:20: Um genau diese Anerkennung zu überkommen, nahm ich ein Opfer von einer Gewalttat.

00:30:25: Man hat nicht genug gemacht, um die Tate zu verhindern und es war ein extrem steiniger Weg.

00:30:33: Zas gehört, der erste Schritt des Kämpfes ist auch gemacht.

00:30:37: Du machst eine Kurs gegen die Verfügung, damit man die Anerkennen nicht

00:30:42: gibt.

00:30:49: Ich fasse es noch einmal zusammen.

00:30:50: Ein vermeintlicher Freund hat dich sexuell bedrängt, fast vergewaltigt und gestockt, Saskia.

00:30:55: Schließlich hat er sich das Leben genommen.

00:30:57: Die Behörden haben trotz früheren Anzeigen kaum eingegreifen und auch Opferhilfe in Stier verweigert worden.

00:31:04: Dramatische Erfahrungen... Und jetzt gibt's ja verschiedene Möglichkeiten mit so einem Erlebnis umzugehen.

00:31:11: Du hast dich entschieden für andere Betroffene da zu sein, die ähnliches erlebt haben.

00:31:15: Wie muss man sich das vorstellen?

00:31:19: Ich versuche einfach ganz offen, über meine Geschichte zu erzählen.

00:31:23: Ich schreibe auch offen im Facebook, Instagram und TikTok über meine Geschichten.

00:31:30: Und habe wirklich jetzt schon viele tolle Frauen kennengelernt, die gleiches, ähnliches Schlimmess durchgemacht haben.

00:31:40: Es gibt mir ein guter Gefühl, dass ich hier eine Hand gebe.

00:31:47: Ich hatte eine Handkrieg auch von jemandem, der so etwas erlebt hat.

00:31:51: Und das hat mir extrem geholfen.

00:31:54: Man hat natürlich Familie und Freunde um sich herum aber die wissen nicht wie man mit so was umgeht.

00:31:59: Und jemanden, der an seiner Seite so etwas erlaubt hat ist unglaublich viel wert weil man hat auch so viele komische Gedanken und Sorgen machte wo man eben jemanden was nicht erlebt hat nicht einfach so sagen kann wie man dann vielleicht gar wieder komisch ist Und über was erlebt hat.

00:32:16: ihr das versteht?

00:32:18: Ich möchte einfach so eine Person sein, ich möchte hier sein.

00:32:20: Ich möchte, dass die Frauen sich mehr öffnen dürfen.

00:32:24: Ich möcht sie begleiten können, egal ob es der Weg zu den Polizisten ist oder nur ein offenes Ort.

00:32:30: Dass man sich nicht alleine fühlt.

00:32:32: Das ist das allerschlimmste Gefühl für mich, sodass ich alleine bin.

00:32:36: Du bist da für andere, die eigentlich das Erlebt haben.

00:32:39: Ich finde das super ... Wichtiger und auch schöner Schritt, dass etwas Positives aus dem Schlimmen herauskommt.

00:32:48: Und mit diesem Schritt an die Öffentlichkeit, die du gemacht hast, ist dann Dani ins Spiel gekommen.

00:32:52: Ich muss gleich noch fragen, Dani, wirst denn so deinen ersten Eindruck von der Saske sein?

00:32:58: Was hat sich geändert in den ein paar Monaten?

00:33:00: Der erste Eindruck hat sich verfestigt.

00:33:02: Wir haben uns drei Mal gesehen im Basel insgesamt und natürlich viel hin- und hergeschrieben bis diese Geschichte gestanden ist.

00:33:10: Ja, es ist für mich eine Begegnung mit einem sehr sensiblen Mensch.

00:33:14: Das merken wir jetzt auch an diesem Gespräch.

00:33:16: Es ist jemand, der sich Sachen wahnsinnig viel überlegt und sich selber immer hinterfragt.

00:33:22: Also eben nur schon immer die Frage, ja bin ich jetzt schuld?

00:33:25: Und so ... das war schon in dem Gespräch da.

00:33:28: Das habe ich immer ... Das war sehr eindrücklich.

00:33:30: Und gleichzeitig auch ein sehr offener Mensch.

00:33:32: also ich meine... Du hast mir die ganze Geschichte ... freie Aussen verzählt und eben auch noch ein Stück weit in die Sinne schauen lassen.

00:33:39: Das ist ja nicht selbstverständlich, weil es eine sehr sensibile und persönliche Thematik ist.

00:33:46: Gleichzeitig habe ich sie als jemanden gelernt, der sehr klar und strukturiert ist.

00:33:52: Du kannst gut erzählen und du kannst auch sehr gut schreiben.

00:33:57: Die Eingaben, die du gemacht hast sind super oder?

00:34:03: Sachen, die sich er gibt und gut erzählen und schreiben kann.

00:34:06: Das ist ein Geschenk für einen Journalist natürlich.

00:34:09: Und sie ist nicht nur offen sondern auch mutig.

00:34:12: Es kam raus in diesem Gespräch.

00:34:14: Darum ist sie ja für den Brigourage nominiert in diesem Jahr.

00:34:17: Herzlichen Glückwunsch noch zu dem!

00:34:19: Kannst du jetzt kurz zusammenfassen was der Brigourag ist, Dani?

00:34:22: Also der Brigourage, der vergitterte Beobachter seit dem Jahr.

00:34:25: aber im nächsten Jahr haben wir Jubiläum.

00:34:29: Das geht... ...das ist ein Preis von inspirierenden Menschen.

00:34:32: heute Auszeichnen, die sich unerschrocken handeln.

00:34:36: Die Mutig, zivil kuragiert vorgehen und v.a.

00:34:41: so eine, die ihr eigenes Wohl der anderen ... Das haben wir jetzt gehört über das eigene Stellenpunkt.

00:34:49: Es sind auch Menschen wie du und ich.

00:34:52: Wir wollen nicht Leute, die sonst schon bekannt sind und sich als Helden auszeigen, sondern die Helden und die Helde vom Alltag.

00:35:00: Das ist wichtig.

00:35:01: Vielleicht noch das Vorgehen.

00:35:02: Wir sammeln durch Sachen, die uns von Menschen auffallen.

00:35:09: Grundsätzlich können Sie in Frage kommen.

00:35:11: Wir dünnen dann auch als Publikum oder unsere Leserschaftfragen.

00:35:14: Gehen wir ein Input?

00:35:16: Wer ist schon auffallend?

00:35:17: Und so gibt es ziemlich umfangreiche Liste.

00:35:23: Im Herbst gibt es Publikumswoting, wenn alle Kandidatoren bekannt sind ... Man könnte wieder online und auf allen Kanälen mitbestimmen.

00:35:34: Wer der Auswahl von uns sechs kommt jetzt unter die ersten drei?

00:35:38: Das ist der erste Schritt, und der zweite Schritt.

00:35:40: Die drei gehen an eine Schüre und sagen am Schluss die Hucke zusammen und redet über das.

00:35:47: Er sagt, es sei unsere Gewinnerin oder unser Gewinner.

00:35:51: Kannst du vielleicht noch mal ganz kurz zum Knapp zusammenfassen, was bei den Saskia Gründ für Nominations

00:35:58: waren?

00:35:59: Ich finde es eines zu mutig.

00:36:02: Als Einzelmaske anzustehen in so einer sensiblen Thematik.

00:36:08: Man muss sich auch mit negativer Reaktion errechnen, da ist das auch atönt.

00:36:12: Dem muss man sich aussetzen und damit umrechnen.

00:36:21: Darum finde ich es wirklich mutig!

00:36:23: Wichtig ist für uns immer das Thema, das hinterlegt.

00:36:27: von einer Nomination, also jemanden vertreten als Thema.

00:36:31: Und das ist jetzt wirklich eines der Vorfälle von häuslicher gewaltsexualisierter Gewalt in letzter Zeit in unserer Gesellschaft gehört.

00:36:39: und ich glaube wirklich mir, dass die Themen verdientem besseren und respektvolleren und aufmerksameren Umgang.

00:36:47: und ja so eine Nomination schafft Sensibilisierung aus, glaube ich, mit einem wichtigen Thema.

00:36:55: Wo sitzen wir jetzt da?

00:36:58: Das war auch noch speziell für dich, Saskia.

00:37:00: Du hast den Schritt in der Öffentlichkeit gewagt und plötzlich bist du für die Bricourage nominiert.

00:37:05: Wie war das, was du erfahren hattest?

00:37:09: Ich konnte mir zuerst unter dem gar nichts vorstellen.

00:37:12: Ich dachte zuerst, dass es einfach so eine nette Gute ist, die man gekriegt hat.

00:37:17: Ich habe ihn einmal googleden und gesehen wie riesig er ist.

00:37:22: Was für eine wahnsinnige Anerkennung er ist!

00:37:24: Ja, ich war mega baff, aber auch sehr freudig.

00:37:29: Positiv baff?

00:37:30: Das ist gut!

00:37:31: Wir haben jetzt viel über Mut geredet.

00:37:34: zum Abschlusswürde gerne gefragt stellen, wo du dir mehr Mut wünschst.

00:37:38: Ich

00:37:44: würde mir mehr Müd wünschen indem ich mich nicht immer so schnell lassen lasse unsichern... Für dich selber?

00:37:52: ...mehr selbst.

00:37:56: Ich würd mir auch Meine Mut wünschen von allen Frauen, die so etwas erlebt haben.

00:38:04: Auch wenn der Mut etwas schwierig ist, würde ich mir aber hier viel Mut wünsche, dass sich die Frauen getraue offen zu reden, was ihnen passiert ist.

00:38:16: Und so auch zusammengefindet?

00:38:17: Zusammenfinden, nicht mehr alleine sind ja!

00:38:21: Ich hoffe es auch.

00:38:21: Dass das passiert, Dani, du wahrscheinlich auch.

00:38:25: Danke vielmals euch beidnend für dieses spannende Gespräch.

00:38:29: Das war der Fall, ein Podcast von Beobachter.

00:38:32: Mein Name ist Yasmin Hildling und die Produktion hat Karlo Lardig gemacht.

00:38:36: In den Show-Notes finden Sie Artikel und rechtliche Ratgeber zum richtigen Umgang in so Situationen.

00:38:41: Schauen Sie doch mal rein!

00:38:42: Bis bald.

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