Wehrt sich gegen prominenten Arzt: Prix-Courage-Kantidatin Manuela Eggli

Shownotes

Jahrelang litt Manuela Eggli, 56, unter starken Rückenschmerzen, vor 15 Jahren liess sie sich vom international renommierten Berner Chirurgen Max Aebi eine künstliche Bandscheibe einsetzen. Doch das Produkt zerbröselte in ihrem Rücken und musste fünf Jahre später Stück für Stück herausoperiert werden.

Manuela Eggli trug ihre Geschichte an die Öffentlichkeit, gegen den Chirurgen wurde ein Strafverfahren eröffnet, und die Patientin sagte schliesslich vor Gericht gegen ihren Arzt aus. Anfang Jahr wurde er zu einer bedingten Freiheitsstrafe von 17 Monaten verurteilt. Das Gericht sah es als erwiesen, dass Aebi von den Mängeln wusste und nichts unternahm – und finanziell vom Implantat profitierte.

Im Beobachter-Podcast unterhält sie sich mit Moderatorin Jasmine Helbling und Redaktor Otto Hostettler.

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00:00:01: Alle Leute haben angewunken und gesagt, da könnte nichts dagegen machen.

00:00:05: Gegen einen Arzt werden sie hier noch einmal

00:00:07: verlieren.".

00:00:08: Das ist der Fall.

00:00:10: Echte Schweizer Rechtsstreit

00:00:11: und Rat für Betroffene.

00:00:13: Ein Podcast von Beobachter.

00:00:16: Heute am Mikrofon Jasmin Heldlinge.

00:00:23: Es sollte eine normale Operation am Rücken sein.

00:00:26: Aber die Bandschiebeprotesen, die Manuela Etli eingesetzt wurde, hat sich in ihrem Körper aufgelöst.

00:00:33: Die haben sich ihre Wirbelsäule gefressen und zu massiven Schmerzen geführt.

00:00:37: Und sie ist nicht die einzige Betroffene geblieben!

00:00:40: Der verantwortliche Arzt, Berners Darchirurg, hat seine Patientinnen und Patienten weder über Gefahren informiert noch hat er seine finanziellen Eigeninteressen aufverkleidet.

00:00:51: Das hat Manuela Etli nicht auf sich sitzen lassen.

00:00:54: Sie schaut Öffentlichkeit und hat vor Gericht gegen ihn ausgesagt.

00:00:57: Für diesen Einsatz ist sie für den Prigurash vom Beobachtern nominiert.

00:01:01: Mein Name ist Yasmin Helbling und mit mir im Studio sind Manuela Ickli, der Journalist-Otto-Hostetler, die ihre Geschichte aufgeschrieben hat.

00:01:10: Manuela, wir werden heute viel über deinen Rücken reden.

00:01:13: Darf ich gerade am Anfang fragen, wie es ihm geht?

00:01:17: Es geht mir nicht schlecht.

00:01:20: Ich arbeite aber auch jeden Tag für das.

00:01:23: Ich schaue, wenn ich hocke oder stehe, was ich machen kann in meinem Haushalt ... Wenn ich arbeiten, wenn ich dort bin.

00:01:32: Die Leute sagen mir viel Ja aber das ist ja gar nicht so.

00:01:37: Es muss doch super gehen!

00:01:39: Es geht mir nicht super, es geht mir auch nicht schlecht.

00:01:41: und wie gesagt, ich setze sehr viele kraftige Tage täglich, damit ich so leben kann, wie ich jetzt das mache oder kann.

00:01:49: Sport ist noch denkbar?

00:01:51: Ja, Sport ist denkbar.

00:01:53: Leider kann ich nicht mehr schocken, aber da ich auch noch schwimmen kann, dass ich es so probiere... zu lösen.

00:02:00: Ich habe lange Mühe gehabt, dass ich nicht mehr durfte schocken darf.

00:02:03: Ich bin sehr aktiver Mensch.

00:02:05: Viele haben gesagt, du kannst es schon noch genügend machen.

00:02:08: Aber wenn etwas Wichtiges im Leben ist zum Ausgleich, zur Familie und zum Schaffen, dann ist das nicht einfach.

00:02:16: Ich gehe auch ins Fitness.

00:02:18: Das mache ich aber auch nur um ein Rücken zu lieben.

00:02:20: Das ist überhaupt nicht mein Ding.

00:02:22: Aber es muss halt sein und das bringt mir schon etwas.

00:02:25: Du bist jetzt fifty-sechstund und Lida ist schon ziemlich zeitlich unter Schmerzen.

00:02:30: Kannst du dich noch erinnern, wenn das angefangen hat?

00:02:33: Ja, es fing schon irgendwann an kurz nach zwanzigmal.

00:02:37: Ich hatte einen Vorfall mit dem Rücken, aber dann habe ich sie mit Physiotherapie und auch Fitness und entsprechend den Übungen recht gut in den Griff gebracht.

00:02:48: Aber ganz weg ging's

00:02:51: nie!

00:02:51: Nein, ganz wegges Niegang.

00:02:52: Aber es hat mich nicht so fest belastet, dass ich danktäglich daran erinnert wurde oder grosse Einschränkungen hatte.

00:02:59: Hast

00:03:01: du mal einen Arzt oder eine Ärztin gezeigt?

00:03:04: Damals, als ich jungen Jahre alt war, bin ich beim Hausarzt gesehen und dann fand ich, da machen wir Physio.

00:03:12: Das geht schon weg und auch mit Fitness aber mehr eigentlich nicht.

00:03:20: Aber ich habe vorhin gehört, dass irgendwann operiert wurde.

00:03:23: Wie ist es denn zu dem gekommen?

00:03:25: Es hat sich nachher irgendwie gegen die Vierzten beworben und wieder auf den Aufschalken.

00:03:31: Man hat verschiedene Sachen probiert mit Physio ... Ich bin von selbst noch so etwas homopathisch angehaucht.

00:03:39: Ich habe auch noch versucht mit der TCM und anderen verschiedenen Dingen, bis es wirklich nicht umgegangen ist oder nicht zum Arzt.

00:03:46: Wieder zum Arzbau gesagt ja, dann müssen wir weiter schauen Ja, und sie nahm das Lauf.

00:03:52: Irgendwann musste ich auch eine Memory machen und all diese Sachen.

00:03:57: Man sah aber, dass da etwas gar nicht gut ist.

00:04:00: Was hat man denn auf der Memory gesehen?

00:04:02: Ich habe gesehen, dass die Bandscheibe kaputt sein kann im Sinne, dass dort die Zwischenräume vorhanden sind wie weg waren.

00:04:13: Und was können wir machen in so einem Fall?

00:04:14: Wir

00:04:16: haben gesehen, dass bei mir eine Physio und all diese verschiedenen Sachen, die ich ausprobiert habe, nicht wirklich geholfen haben.

00:04:24: Nur mit Schmerzmitte ging das auch nicht mehr.

00:04:27: Und schlussendlich hat man mehrere Operationen empfohlen.

00:04:30: Dein Chirurg war Max Ebi.

00:04:32: Er ist ein Korrifär in der Rückenchirur.

00:04:36: Hat das etwas geholfern?

00:04:37: Vielleicht etwas mehr Sicherheit

00:04:39: gegeben?

00:04:39: Ja damals gab es sichernessicherheit.

00:04:42: Ich habe vertraut.

00:04:46: Oder habe ich versucht, das zu vertrauen?

00:04:48: Ich war vielleicht noch ein bisschen naiv.

00:04:51: Dass sie einfach darauf gelassen hat, dass es eine Superarzt ist und er macht das schon gut.

00:04:57: Und dann hat man natürlich auch das versprochen, was ich auch hören wollte.

00:05:01: Dass ich ihn wieder aktiv am Leben teilnehmen kann.

00:05:03: Dass das heim mit den Kindern im Haushalt, im Garten wieder super läuft.

00:05:08: Er sagte, er könnte den Sport machen wie voran.

00:05:10: Er hat von zehn Patienten erzählt, wo alles absolut kein Problem war.

00:05:15: Ich habe gesagt, mit dem Schaffen alles funktioniert wieder.

00:05:19: Das war das, was ich natürlich auch gehören wollte.

00:05:23: Und ... Ich hatte hier gerne noch zwei Meinungen eingehalten.

00:05:27: Das hat er nicht so eine gute Idee gefunden und da habe ich mich unter Druck setzten lassen.

00:05:33: Aber ich hatte wirklich Schmerzen.

00:05:35: Ich bin jemanden, der leidig ist und einfach aufgeht.

00:05:38: Ich habe gekämpft und ja alles versucht aber irgendwann habe ich gemerkt es geht einfach nicht mehr.

00:05:43: Es klingt natürlich super mit diesen Versprechungen!

00:05:46: Kannst du vielleicht noch kurz erklären, was bei dieser Operation gemacht wurde?

00:05:52: Man sagt mit einer Werbung für Steifen und der anderen so eine künstliche Bandscheibe hinein, die flexibel an den Bananen sei.

00:06:01: Das sei ein super Produkt und hat wieder diese Patienten erwähnt, die dann relativ schnell wie der Fizzi gesehen haben.

00:06:18: Und nach der Operation?

00:06:20: Wie ist es gegangen?

00:06:21: Es ist mir am Anfang etwas besser gegangen, aber nicht lange.

00:06:26: Ich musste immer noch Schmerzen mitnehmen und immer wieder alles, was ich probiert habe – wie man es tun kann,

00:06:34: z.B.,

00:06:35: wenn ich schon immer probiere, musste ich wieder aufgeben, das einfach nicht ging.

00:06:39: Eine Zeit lang hatte ich ihn ein wenig ruhig und probierte ihn dann auch wieder besser.

00:06:48: Aber wenn ich heute so zurückblicke ... Ich muss sagen, es ging mir nie wirklich super.

00:06:53: Es ging besser als vor der Oper, das ist klar.

00:06:57: Aber nie so, wie ich gedacht habe oder so, wenn ich mir vorgestellt habe, wie er versprochen hat.

00:07:02: Hast du mit dem Chirurg über das geredet?

00:07:04: Was hattest du dazu gesagt?

00:07:06: Wir waren regelmässiger Nachkontrollen seit zwei Jahren.

00:07:11: Und ich muss mich nicht mehr genauerinnern, wie manchmal war irgendjemand mit ihm direkt über das, also wie manchmal auch direkt den Kontrollen gewesen.

00:07:19: Nach meiner Erinnerung eben nicht manchmal.

00:07:21: Und ich habe immer gesagt, es ist noch nicht gut.

00:07:24: Ich hatte das Gefühl, da könnte noch mehr sein und mir hat man immer gesagt ... Ja, das ist halt so nach einer Operation.

00:07:30: Das kommt schon gut.

00:07:32: Und nach zwei Jahren, als ich wieder einen M-Ri oder Röntgen aus Abschluss hatte, war alles gut.

00:07:39: Ist aber nichts gewesen?

00:07:40: Für mich eigentlich nicht wirklich nein!

00:07:42: Aber ich konnte damit leben.

00:07:45: Hast du irgendwann mal eine zweite Meinung geholfen?

00:07:48: Ja, natürlich später.

00:07:49: Es hat sich dann einfach wieder aufschaukeln.

00:07:51: Als ich irgendwie in den Fünf und Vierzigibben war, kamen wir wieder wie Stärke und noch mehr.

00:07:58: Und dann bin ich wieder zum Hausarzt.

00:08:01: Der Hausarz hat damals gemerkt, dass es Tüft sein könnte oder Knäue.

00:08:05: Da habe ich alles geklärt.

00:08:07: Das ist als Tüfte noch ein Knäu gesehen.

00:08:10: Ich hatte von Anfang an auch schon eine Wiederdrücke.

00:08:14: Wir haben damals aus Chiro gesagt, dass eine Frau weg wird.

00:08:18: Das stimmt gar nicht.

00:08:20: Ich melde sie wieder für eine Semene.

00:08:23: Ich war kurz vor Weihnachten, als ich in der Fünf- und Vier-Züge war.

00:08:29: Als er selbst die Bilder bekam, an denen ich das Bild sah, dachte ich schon, es stimmt gar nichts.

00:08:36: Im Januar bin ich zum anderen Arzt am Vollerwarten von Leuten, die gute Erfahrungen gemacht haben.

00:08:44: Und er bestätigte mir auf dem Rungenbild, dass das gar nicht gut ist.

00:08:47: Er hat mir gesagt, als ich beinahe, Hockenmalfrau Eckli, was ich jetzt sagen würde, aus der Socke geholt und es hat sie mir

00:08:56: auch.

00:08:56: Was

00:08:58: hat er gesagt?

00:08:59: Er sagte zu uns im Plantat, wo die Innenheit total kaputt war.

00:09:04: Er fressete nach den Knochen rein.

00:09:08: Ich konnte froh sein, dass sie in diesem Sinne nicht zurückgebrochen sind und dann nicht im Rollstuhl hocken.

00:09:14: Wie hast du auf das reagiert?

00:09:16: Also, ich war absolut schon hier neben der Schule.

00:09:19: Ich weiss nicht genau, was ich noch gesehen habe oder wie ich bin.

00:09:23: Ich habe es als erstes zu meinem Mann geläutet und meinen Mutter angeläutet.

00:09:27: Ich war wirklich am Boden zerstört.

00:09:32: Ich fasse nochmal zusammen.

00:09:33: Du hast schon sehr früh einen Rückenweg gehabt.

00:09:35: Hast dich für eine Operation entschieden und mit dieser ist es nicht besser geworden sondern sogar noch schlimmer.

00:09:41: Und schliesslich heisst es dann, dass sie im Plantatsschulden ist.

00:09:45: Otto, du hast für den Beobachter über diesen Fall geschrieben und es gibt viele, die wir darüber reden müssen.

00:09:50: Zuerst würde mich interessieren, ob das oft vorkommt, dass nach Rückenoperationen so etwas passiert?

00:09:57: Ja ich bin jetzt nicht der Rücken-Operation Spezialist aber ich hatte immer wieder circa die letzten Jahre mit Operationen, die nicht gut aussahen können.

00:10:05: Das kann es einfach geben.

00:10:06: Hier finde ich... ...das ist eine ganz andere Dimension.

00:10:10: Es hat sich näher gezeigt, dass dieser Berner Chirurg mit einem medizinisch-technischen Unternehmen zusammengearbeitet hat, für so eine Bandschiebeprotese zu erfinden und auf einen Markt zu bringen.

00:10:24: Und die hat nicht wunschtgemessen funktioniert.

00:10:26: Und das Schlimme daran ist er hat von dem gewusst...

00:10:29: ...und hat sie trotzdem eingesetzt?

00:10:31: Hat sie trotzdem gesetzt, richtig!

00:10:37: Seit wann weiss man denn noch?

00:10:39: Ja, der Chirurg selber wusste es von Anfang an, weil sie diese Prothesen oder das Implantat, wenn man so was sagen, entwickeln und haben das in brechklinischen Tests also bei Affen, bei Pavianen eingesetzt.

00:10:55: Und dort war klar, dass es Probleme gibt.

00:10:58: Die machte natürlich auch MRI nach der Operation und sah, dass da ein Problem ist.

00:11:03: Trotzdem hat er mit dem Medtech-Unternehmen die Prothese weiter vor Antriebentwicklung und dann auf den Markt gebracht.

00:11:12: In den Jahr zwei tausend und zehn sind wir hier

00:11:14: oben.

00:11:15: Unvorstellbar, dass etwas passieren kann.

00:11:17: Dass so viele Leute beteiligen sind und von dem wissen ... Ich verorte das noch mal zeitlich.

00:11:21: Man wusste schon, dass mit dem Produkt etwas nicht stimmt, dass es nicht funktioniert.

00:11:27: In den Märkten kamen in den Jahr- und die Manuela wurden nachher operiert.

00:11:32: Also im Jahr-und-Achzehn war diese Tierversuche, die bereits die Implantate Probleme gemacht haben.

00:11:39: Max Ebi war Präsident der wissenschaftlichen Beirat.

00:11:43: von diesem Meditech-Unternahmen.

00:11:45: Trotzdem ist diese Prothesin auch im Markt gekommen.

00:11:50: Es gab zuerst neunzehnzehnte Patienten, die das Testweis gemacht haben.

00:11:56: Unten kam er zur richtigen Operation und Manuela wurde im Jahr zweitausend aufoperiert.

00:12:02: Wahrscheinlich eine der ärsten.

00:12:04: Aber sicher nicht die einzige, die Zwischenfälle hatte?

00:12:07: Nein.

00:12:07: Das Produkt hat man dann erst im Nachhinein gesehen.

00:12:10: Damals schon in Belgien und Deutschland zu viele Komplikationen gegeben.

00:12:14: In den Firmas mussten wir das Produkt vom Markt nehmen.

00:12:18: Und da gibt es ein eindrückliches Detail.

00:12:22: Die Herstellerfirma ... Alle Ärzte, die so involviert waren, aufgefordert sind auch ihre Patienten-Patientinnen überprüfen.

00:12:30: Also was wurde aus dieser Operation?

00:12:33: alles unter Kontrauen.

00:12:34: Aber der Max Ebi, das Bären sieben Patientinnen und Patienten hat operiert, hat nichts unternommen.

00:12:41: Du bist also nie kontaktiert worden, Manuela?

00:12:44: Nein, wir wurden leider nie kontraktiert.

00:12:47: Und ist der Fall an die Öffentlichkeit gekommen?

00:12:49: Das müsste vielleicht Manuela ... Erklären wir, wie das näher ist und wie sie hier drin kam.

00:12:56: Nach der Operation «Zwenzigsechzehn», die zweite Operation von einem anderen Arzt durchgeführt, sagte er mir, ob ich eigentlich wüsste, dass das Implantat schon im Zwanzigvierzehnte zurückgerufen wurde.

00:13:12: Das haben wir nicht gewusst.

00:13:13: Wir wurden es über das nicht informiert worden.

00:13:15: Mein Mann hat sich näher gekunden, dass man da irgendeine Chance hat rechtlich etwas gegen Zungen nehmen.

00:13:21: Alle Leute haben abgewohnt.

00:13:22: Ich sagte, da könnte nichts dagegen machen gegen einen Arzt.

00:13:26: Sie werden hier noch einmal verlieren und ja so haben wir es nun erinnern lassen.

00:13:32: Ja Manuel habe ich von der zweiten Operation erzählt und dort wollte ich einfach ergänzen.

00:13:37: sie hat jetzt das nicht erwähnt aber das war eine Operation die man sich vorstellen muss.

00:13:42: Da mussten alle einzuteilen dieser Implantat aussenknüppeln Und das ist ja zu verrückt.

00:13:49: Sie hat mir dieses Röntgenbild gezeigt, wo du die einzelnen Stücke darauf siehst und dann müssen alle einzuteile aus dem Körper gehen.

00:13:57: Man muss sich das vorstellen!

00:13:59: Das ist

00:13:59: ein Podcast von Beobachter.

00:14:02: Wir machen faire Journalismus.

00:14:04: Wir schauen dort an, wo andere weglugeln und arbeiten für eine gerechtere Schweiz.

00:14:07: Schauen Sie mal auf beobachten.ch Slashfall.

00:14:12: Dort findet ihr auch ein kostenloses Probia-Bot, um den Beobachten besser kennenzulernen.

00:14:17: Im letzten Jahr war es ein Bericht im Sonntagszeit von einer Journalistin, die über Deutschland geschrieben hat und sehr gefällt.

00:14:31: Mein Mann hat das gelesen und man sagte zu ihm, er lasse ihn manuell an.

00:14:34: Das ist genau das Implantat, was du im Rücken hast.

00:14:38: Jetzt müssen wir etwas unternehmen.

00:14:41: Ich wollte zuerst nicht, weil mir eigentlich gar nicht so leid ging.

00:14:45: Viel viel besser als nach der ersten Operation.

00:14:48: Ich habe im Vergleich zur ersten Operation schon nach irgendeiner Woche keinen Schmerz mitnehmen müssen, wo sonst ist es mir eigentlich besser gegangen.

00:14:57: Ich habe mich in Erinnerung überzeugt von meinem Mann und er hat mit der Journalistin Gatrin Boss von ihnen, die den Artikel war, Kontakt aufgenommen.

00:15:06: Und so kam das Nähraus ins Rollen.

00:15:09: Mit dem Schritt an die Öffentlichkeit hast du ziemlich etwas in Bewegung gebracht.

00:15:13: Zum Beispiel hat man am Max Abichle genauer auf die Finger geschaut Für jemanden, der sich in dieser Branche nicht so gut auskennt wie mich.

00:15:21: Otto, kannst du noch einordnen, wer Max Ebi ist?

00:15:25: Max Ebbi ist ein Korrifaer-Rücken Spezialist von internationalem Dimension.

00:15:31: Er ist heute inzwischen in den Siebenen.

00:15:33: Aber er war Gründer und Leiter des ersten Rücken-Spezialzentrums an Rune Bern, also im Inzuspital.

00:15:42: Er wurde später in Kanadaaner renommiert.

00:15:45: Die Universität hatte eine Lehrstuhl, als Professor für die ganze orthopädische Chirurgie.

00:15:52: Er hat über vierhundert wissenschaftliche Publikationen veröffentlicht.

00:15:57: Er war bestens vernetzt in der Welt von den Chirurgen und Rückenwirbelsäulen-Spezialisten.

00:16:04: Und er präsidierte die europäische Fachgesellschaft.

00:16:12: Max Ebi war wirklich ein Korrifär.

00:16:14: Man hat ihm vertraut, dass die Patientin aber auch in der Branche ... Wie wurde das überhaupt publik geworden?

00:16:19: Dass etwas schief gelaufen ist?

00:16:22: In der Schweiz haben Mediatheizungen zusammen mit internationalen Medien gearbeitet und sie hatten einen Zugang zu internen Dokumenten im Bereich Implantatssicherheit.

00:16:35: Dort wurde klar, es geht um das Implantat bei den Wirbelsäulen, die in Belgien und Deutschland zu grossen Problem geführt haben.

00:16:46: Zwei beteiligte Chirurgen sind aus der Schweiz, einer ist Max Abbey.

00:16:52: In diesen Fällen in Deutschland und Belgien war es wirklich dramatisch, dass Tutzende von Patienten sich die zersetzten Implantat-Teile wieder heraus operieren müssen – also eigentlich bin ich auch manuell ein bisschen.

00:17:06: Und die Journalistin in der Schweiz hat nachher Max Ebbe konfrontiert und er sagt, seine Patientinnen gehen es gut.

00:17:15: Das war der Punkt, wo wahrscheinlich Manuela Eckeli gefunden hätte.

00:17:20: Wir gehen überhaupt nicht gut.

00:17:24: Was ist auf das Abend passiert?

00:17:25: Hat es eine Konsequenz gegeben für Innenuntersuchungen?

00:17:28: Gleich

00:17:28: darauf ab, hat die Hirslandengruppe nachher ... Zbarn im Salem-Spital, das zur Hirschlandengruppe gehört.

00:17:34: Dort war er auch fertig.

00:17:35: Sie haben sich von ihrem Trend und haben eine relativ rasche, externe Untersuchung in Auftrag gegeben, die ihn viel später relativ klar als Fazit gezogen hat.

00:17:48: Was

00:17:48: ist rausgekommen?

00:17:50: Der Untersuchungsbericht kam zum Schluss, dass er nicht ordentlich über die Risiken aufgeklärt hat und dass er finanzielle Eigeninteressen hatte.

00:17:59: Und ja, das ist natürlich ein Problem!

00:18:02: Und was passiert jetzt in so einem Fall?

00:18:03: Muss er sich vor Gericht verantworten.

00:18:05: Genau, es ist noch sogar Ende der Agenda hat der Staatsanwalt vom Kanton Bern ein Verfahren eröffnet um die Hintergründe zu klären?

00:18:21: Ich nehme an, dort hat man auch mit Betroffenen geredet Wahrscheinlich auch mit dir Manuela.

00:18:25: Wie hast du diese Zeit in Erinnerung?

00:18:28: Also es war sehr auffühlen für mich.

00:18:31: Es hat mir natürlich alles wieder eingehalten.

00:18:35: Ich wusste schon, wie es ging.

00:18:39: Was ich alles durchgemacht hatte und was ich erlebt habe.

00:18:42: Aber ich hoffte damit, dass ich so eine Chance bekomme für alle, die das betroffen haben.

00:18:48: Irgendwie eine ... mehr etwas gerechtes... also eine Gerechtigkeitserfahrung.

00:18:55: Dass man das ja sieht!

00:19:00: Und dass man da etwas kann dagegen machen, dass das nicht passieren kann.

00:19:04: Das, was mir passiert ist Das, was ich erleben musste und das, was alle anderen haben.

00:19:10: Und für die Gerichte bist du dann auch an Max Ebi wieder begegnet?

00:19:13: Wie war es

00:19:15: da?

00:19:15: Jedes Mal, wenn mir etwas ist gesehen ... Bevor ich vor dem Gericht habe, musste ich bei der Polizei sagen.

00:19:22: Ich glaube, es hat eine Staatsanwaltschaft.

00:19:25: Und jedes Mal, als wir auf Berndursch sagten, lasse ich ihn runter.

00:19:30: Es hat mich extrem beschäftigt, weil es alles wieder obsich kam.

00:19:34: All die Schmerzen, all ... Die Kraft, die ich immer wieder aufwenden musste.

00:19:38: Alle Sachen, was ich nicht mit den Kindern machen konnte.

00:19:42: Im Geschäft, das ich immer durchsuchen musste.

00:19:46: Es ist sehr bewegend, aber ich konnte es nicht einfach abschalten.

00:19:51: Was hat dein Umfeld zu all dem gesagt?

00:19:53: Du hast ja gleich gegen einen Storchirurg aussagen müssen!

00:19:57: Also die meisten fanden das sehr mutig und stürzten mich.

00:20:01: Ich sagte super, machst du das?

00:20:03: Und hast du die Chance ... Und haben mich bewundert, es gab aber auch andere kritische Stimmen.

00:20:09: Ich habe gesagt was fällt dir eigentlich hin?

00:20:12: Gegen Arzt kann man doch nichts machen.

00:20:14: Das lässt mir einfach gerade sein und ich bin halt sehr gerechtigkeitsliebender Mensch.

00:20:21: Ich ist nicht immer von Vorteil allen Orten, aber jetzt habe ich gefunden wenn ich eine Chance habe für mich und auch für die anderen oder dass das nicht mehr passieren kann oder dass man vielleicht besser anschaut und mehr hinterfragt.

00:20:35: Das geht immer ein Weile in so einem Prozess.

00:20:37: Die Strafanzeige wurde vor acht Jahren gemacht.

00:20:40: Ist das Urteil schon da, Otto?

00:20:42: Ja, das Urteil ist inzwischen hier.

00:20:44: Der Regionalgericht Bern-Mittoland hat Max Abbi Anfangsjahr verurteilt wegen einer versuchten schweren Körperverlänzung zur bedingten Freiheitsstrafe von siebenzehn Monaten bei der Probezeit von zwei Jahren und er musste die Verfahrenskosten übernehmen und viertausend Franken genug durchzahlen.

00:21:04: Das Problem ist, das Urteil liegt noch nicht schriftlich vor.

00:21:11: Es ist zwar ausgesprochen also er ist verurteilt aber es ist noch nicht rechtskräftig.

00:21:15: Max Ebi beziehungsweise seine Verteidigerin hat die Berufung angemeldet aber das heißt dass kann unter Umständen noch Jahre gehen also unter Umständen die nächste instanzwärts Obergericht.

00:21:29: Theoretisch könnte das auch noch vor die Bundesgericht gehen.

00:21:31: Also, dieses Ort ist noch nicht rechtskräftig und somit ist der Max Ebi auch nach wie vor Unschuldig.

00:21:38: Hat er etwas zu deinen Vorwürfen gesagt?

00:21:41: Was hat er von seinem Recht, von den Aussagenverweigerungen gebraucht gemacht?

00:21:46: aber er hat ihn ganz am Schluss das letzte Wort vom Anklagten gehabt oder dort hat er die Patientinnen und Patienten um Entschuldigung gebetet.

00:21:55: Wie kommt das bei dir an Manuela.

00:21:57: Ja, wie kommt das bei mir an?

00:22:00: Ich finde ... Nicht aussagen, jeden Aussag für Wegen.

00:22:03: Dann kann ich sich so schnell zu entschuldigen und nicht akzeptieren.

00:22:10: Vorher hat es mir geholfen, wenn man mit mir Kontakt aufgenommen hat.

00:22:14: Im Vierzehr wusste man, dass die Implantaten nicht zurückzogen haben.

00:22:18: Das hatte sicher keine schwerere Kooperation.

00:22:21: Sie musste wieder eine machen, aber sie war nie so schlimm.

00:22:27: Das Urteil war relativ deutlich.

00:22:29: Der Gerichtspräsident hat in der Urteilsbegründung gesagt, für Max Ebby sei das Implantat zu einem persönlichen Prestig-Objekt geworden, den er in wissenschaftlichen Beiträgen beworben hätte.

00:22:45: Man muss sich das vorstellen und mehrfach wurde die finanziellen Interessen überwogen, quasi das Patientenwohl.

00:22:55: Und das ist natürlich ein Problem in der Medizin, wenn Entscheidende gefällt werden aufgrund von finanziellen Anreizen und nicht von allenfalls medizinischen Grundlagen.

00:23:11: Wir bleiben auf jeden Fall an diesem Draht.

00:23:12: Es könnte noch so weilig sein.

00:23:15: In den Gegenwart bist du aber für den Brig-Courage nominiert, Manuela?

00:23:19: Otto kannst du kurz zusammenfassen, was das ist!

00:23:22: Ja, der Brig-courage wird jedes Jahr vom Beobachter an inspirierend im Menschen verliehen, die durch ihr unterschrockenen Handeln oder durch mutige Daten beeindruckt haben.

00:23:33: Weil sie zwei von anderen über ihre eigene Ansprüche stellen.

00:23:39: Wir tun verschiedene Personen portraitieren, welche jetzt eben nominiert sind für den Preis in der nächsten Woche und im Herbst, wenn alle nominierten Personen feststehen, kann er die Leserschaft oder jeder Mann darüber abstimmen können.

00:23:55: Wer der Preis gewinnen soll.

00:23:57: Die favoriten Liste von den nominierten Personen wird nachher die Schüre übergeben und unter der Leitung des frücheren Bundesrätens Eveline Wittmann-Schlumpf werden die Schürie nachher entschieden, wer der Preis-Gurage aus dem Jahr hierzu verdient

00:24:13: ist.

00:24:13: Und wir haben jetzt Manuela schon redet gehört aber vielleicht kannst du gleich noch mal kurz und knapp zusammenfassen was das Gründ für ihre Nomination sein soll?

00:24:21: Der Grund für die Nominierung der Manuela?

00:24:24: Es ist sicher, dass sie dazu beitragen können, dass so einen wegwiesenden Fall überhaupt vor Gerichten aufgeschaffen werden.

00:24:33: Also die eklatanten Missstände zwischen Eigeninteressen von einem Arzt und dem Patienten, der nicht jemanden so detailliert kann belegen oder auf den Tisch legen, kann man solche Fehlbehandlungen gar nicht.

00:24:53: Strafrechtlich aufschaffen.

00:24:55: Es braucht eine Stimme und ein Gesicht dazu?

00:24:57: Es braucht

00:24:57: definitiv eine Stimme und ein Gesicht, es braucht die Courage herzustellen und zu sagen, mal in diesem Fall ist mir passiert, dass wir das mit Akten, mit Dokumenten belegen können.

00:25:09: Manuela, was ging da durch den Kopf, wo du für diese Nomination erfahren hast?

00:25:13: Ich

00:25:13: hatte keine Überforderung, bei der ich Anfrage hatte.

00:25:17: Und ich musste überlegen, ob ich Zeit habe.

00:25:22: Mein erstes Gedanke war, dass du nicht verdienstest.

00:25:27: Du bist nicht die richtige Person.

00:25:33: Es hat Mut gebraucht, dass ich das durchgezogen habe und dann fand ich, okay, wenn ich etwas bewirken kann, nehme ich das sehr gerne an.

00:25:43: Und es freut mich.

00:25:47: Ich hoffe, dass alles durch das geht.

00:25:49: die Menschheit und etwas mehr Gerechtigkeit nachher wiedererfahrt, um in solche Sachen zu schauen.

00:25:56: Es

00:25:58: gibt noch zweite Ebene, die ich sehr eindrücklich finde, was Manuela Eckeli sich gar nicht bewusst ist, was sie wirklich gemacht hat, dass sie sich an einer Journalistin vertraut.

00:26:08: Das ist eminent.

00:26:09: Sonst konnte Katrin Bossgarni beschreiben, was hier wirklich vorgefallen ist.

00:26:15: Alleine, dass Sie näher Kontakte aufgenommen haben mit Medien ermöglichten.

00:26:20: dass man in der Schweiz überhaupt hat können, über diese Fallrichtung.

00:26:24: Schreiben und damit die Verstreckungen publik geworden

00:26:27: sind.".

00:26:28: Und so ein Schritt braucht natürlich Mut!

00:26:30: Jetzt haben wir viele Übermutter geredet.

00:26:33: Darf ich dich zum Abschluss noch fragen, wo du dir mehr Mut wünschen würdest?

00:26:37: Manuela?

00:26:38: Also, Mut sollte man eigentlich immer für sich hier sein setzen, was einem gut tut, das vielleicht auch anderen helfen kann... Nicht wegschauen, sondern nebenan schauen und entsprechend handeln.

00:26:57: Vielen Dank für das spannende Gespräch!

00:27:01: Das war der Fall ein Podcast von Beobachter mit Manuela Eckle, Otto Horstettler und mir Yasmin Helbling.

00:27:08: Produktion Karlo Lardi.

00:27:10: Wir freuen uns wenn Sie den Podcast abonniert, bewertet und beim nächsten Mal wieder zurosen.

00:27:15: Bis bald.

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