Nach 14 Jahren wird einer Pflegemutter der Sohn genommen
Shownotes
14 Jahre lang zog Janine Maurer ihren Pflegesohn gross. Als der Teenager ausrastet, bittet sie das Amt um Unterstützung. Das System reagiert mit Kündigung und Heimeinweisung.
«Nach 14 Jahren wird einer Pflegemutter der Sohn genommen» ist die neuste Folge unserer Podcast-Reihe «Der Fall». Moderatorin Jasmine Helbling spricht mit Autorin Birthe Homann und Rechtsexpertin Katrin Reichmuth über die Hintergründe.
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00:00:01: Für mich war das sehr ein Schmerz auf den Bruch.
00:00:04: Vierzehn gemeinsame Jahre wurden einfach beendet, obwohl es für mich nie einfach nur ein Fleckverhältnis war.
00:00:11: und Matteo ist mein
00:00:13: Kind.".
00:00:14: Das ist
00:00:14: der Fall.
00:00:15: Echte Schweizer Rechtsstreit und Rat
00:00:18: für Betroffene.
00:00:19: Ein Podcast von Beobachter.
00:00:21: Heute am Mikrofon Yasmin Helbling.
00:00:29: Janine Maurer kümmert sich vierzehn Jahre um ihren Flecksohn.
00:00:32: Matteo.
00:00:33: In der Pubertät spitzen sich Probleme zu.
00:00:36: Matteo kifft, verwüstet die Wohnung und geht nicht in die Schule.
00:00:41: Und dann geht ein Hilferuf bei den Behörden richtig nach hinten los.
00:00:45: Der Pflegevertrag wird gekündigt, die Teenager landen im Heim und Familie werden auseinandergerissen.
00:00:51: Wie hat es so weit gekommen?
00:00:53: Über das reden wir heute!
00:00:55: Mit mir im Studio sind Redaktorin Birte Hommann und Rechtsexpertin Katrin Reichmut.
00:01:01: Birte, du hast für den Beobachter Geschichte von Janine Maurer recherchiert.
00:01:06: Wer ist sie?
00:01:07: Kannst du uns noch etwas mehr erzählen?
00:01:09: Ja, sie ist neunvierzig, eine sympathische Augeauerin muss man sagen.
00:01:16: Sie hat zwei erwachsene Kinder und sie hatte selber einen Unfall als Kind oder als Teenie mit dreizehn Jahren einen schweren Autounfall und hat dort ein Schädel-Hirntraum an der Votreit.
00:01:28: Seitdem ging es ... auf einem Auge von Splint.
00:01:31: Und auch so ist die Motto ein bisschen eingeschankt, sie hat sich dann aber weitergebildet und ist Fachpflegemutter geworden und auch Spielgruppenleiterin.
00:01:42: Sie hatte über die Jahre dann fünfzehn sogenannte SOS-Kinder gehabt, das sind Notfallplatzierungen also für Kinder, die für eine kurze Zeit im Bereich gelandet sind wenn irgendwie die Eltern völlig überfordert sind oder es einfach noch keinen Heimplatz oder etwas anderes gegeben hat.
00:01:55: Also haben wir kurz befristete Plätze dafür.
00:01:58: Ja, Kinder in ganz schwierigen Situationen.
00:02:00: Ist Matheo auch so ein Kind gewesen?
00:02:03: Nein!
00:02:03: Matheos war von Anfang an normales Pfleckkind.
00:02:07: Die Idee war, dass er bei seinen Erwachsenissen bleibt.
00:02:12: Er kam mit sechs Monaten zur Familie zu Janine Maurer und ihrem damaligen Mann.
00:02:19: Und sie hat sich quasi wie in seinem Arm gehabt, gerade ihnen verliebt.
00:02:23: Er fand auch meinen Sohn.
00:02:25: Auch ihre Kinder waren dort acht oder zehn Jahre alt.
00:02:28: Die lieblichen Kinder haben ihn einfach als Brüder angesehen.
00:02:31: Was man vielleicht auch noch sagen möchte, alle Namen sind anonymisiert und werden zum Schutz der Betroffenen nennen.
00:02:38: Kannst du vielleicht nochmal kurz das Konzept Pflegefamilie erklären?
00:02:41: Ist es ein Ziel gewesen, dass Matteo irgendwann zurückkommt zu seinen lieblicheren Eltern?
00:02:46: Nein, ich weiss, dass das in seinem Fall nicht so war.
00:02:49: Denn die Eltern können einfach noch nicht aufzuzug sind und nicht fähig waren, aufzuziehen.
00:02:55: Und es war eigentlich die Idee, dass er wie ein Sohn aufgewachsen ist und dann mit Achtzehnung quasi heute wachsene Welle übergeht.
00:03:04: Und haben Sie über die lieblichen Eltern geredet?
00:03:07: Wer sind sie?
00:03:07: Was ist denn Ihre Geschichte?
00:03:09: Ja, etwas.
00:03:10: Ich weiss einfach, dass seine Lieblingsmutter sehr jung war, als sie in Geboren hat, sechszehn Jahre, also Teenager ... Nachher ist sie immer wieder im Gefängnis gelandert, auch jetzt wieder lebt sie am Gefängnissen.
00:03:20: Also Drogenhandel-Drogekonsum.
00:03:23: Sie konnte ihn nicht aufziehen und auch der Vater anscheinend.
00:03:26: mit dem habe ich jetzt keinen Kontakt gehabt.
00:03:30: Ich kann das nicht, darum ist es schon von den Behörden als sechsmögliches Baby platziert worden in der Pflegefamilie.
00:03:36: Und dann hat er wahrscheinlich gar keinen Kontakt zu den Leiblichen Eltern?
00:03:39: Doch!
00:03:39: Ich gebe ganz wenig aber halt sehr selten und möchte irgendwie eine enge Beziehung gar nicht haben...
00:03:45: Und für Janine Maurer war Matteo ein lieblicher Sohn.
00:03:49: Wie ging es ihm in dieser Pflegefamilie?
00:03:54: Ich muss sagen, meine Tukistin ist immer gut gegangen und hatte eine sehr liebevolle Familie mit Geschüßten.
00:03:59: Sie hat zum Beispiel ein Kinderbuch für ihn geschrieben, das sie thematisiert hat von einem Neuchor, wie das ist, wenn man so eine neue Familie kommt.
00:04:05: Wirklich megaherzig, auch schön illustriert und so... Sie wurde schon auch gewarnt, dass es nicht so einfach ist mit einem Kind.
00:04:12: Nicht nur die PSA, sondern er hat einen Drogenzug durchgemacht und man weiss ja nicht genau was alles passiert war ohne das Baby.
00:04:22: Also weil seine Mutter konsumiert wird
00:04:24: aus Schöner?
00:04:25: Ja, genau.
00:04:26: Dort weiss man nicht, was alles war.
00:04:28: Das ist immer schwierig für ein Baby.
00:04:32: Es ging lange gut, als kleiner Bub dann schon.
00:04:35: Mit fünf hatten sie ... Die Frau, die es auf Fälligkeiten zeigt, ist schnell ausgerostet.
00:04:41: Manchmal hat sie das Zimmer zerstört und man verzählt ihn oft so.
00:04:46: Wieso im Puls ausbricht?
00:04:48: Er hat gezielt diese Sachen kaputtgemacht, die er eigentlich sehr gerne
00:04:51: hatte.
00:04:52: Z.B.
00:04:52: hatte er so schöne Finker oder Lieblingsfinker, so herzige.
00:04:55: Er hatte dann einen Zerschnitten mit Schäden, den er wütend war.
00:04:57: Er wollte unbedingt zum Gewaffen, um sich so eine schöne Versuhr zu machen und sich abbasieren.
00:05:03: Also ein bisschen auffälliges Verhalten.
00:05:14: Und das ist ja wahrscheinlich nicht besser geworden als er älter war.
00:05:18: Nein, leider nicht.
00:05:19: Aber er hat dann wirklich sehr Charisma.
00:05:21: Er erzählt auch, wie Leute hier sind.
00:05:22: Er hatte immer viele Freunde und war beliebt, obwohl er seine Ausraste hatte.
00:05:27: Und wenn er in die Pubertäke kam, wurden diese Ausrasten immer häufiger geworden und immer heftig?
00:05:32: Und von dem erzählte es uns Janine Maurer in einer Sprache nach rechts.
00:05:36: Also wo Matilda in der Pubertät gekommen ist, da hat sich so vieles verändert, hat sie mich dunkt.
00:05:43: immer weniger Anmachungen unter Regeln gehalten und unzuverlässig wurde.
00:05:49: Er hat dann gegessen, wenn er nicht wollte ... Dann kamen sie nach Hause, ging sie, ... Ich hatte das Gefühl, dass er immer in einer Strudel ist, die ihm rauskommt und ich kann ihn nicht erreichen.
00:06:03: In dieser Zeit kam sehr viel zusammen.
00:06:07: Sein Pflegevater verlor uns dort, weil ihm diese Situation zu viel geworden ist.
00:06:13: Und durch das mussten wir ihn umziehen und zügeln, einen neuen Ort.
00:06:19: Ich glaube, Mateo hat auch sehr zugesetzt neue Kollegen in unserem Umfeld.
00:06:24: In diesem Umfeld hat er gelernt, wie einfach es ist, an den Rugen zu kommen im jungen Alter.
00:06:32: Janine Maurer findet an Mateo eine ganz klare Vaterfigur gefehlt – ein Erzieher, der auch mal durchgreift mit einer Zeitsektituation körperlich eskaliert.
00:06:43: Matteo hat mich angegriffen.
00:06:46: Besonders schwierig waren sie am Morgen, wenn ich wägen musste für die Schule.
00:06:50: Dann blieb er einfach liegen und versuchte immer wieder ihn zum Aufstot zu bewegen in diesem Sinn.
00:06:58: Ich wurde halt auch Lütter und stand plötzlich auf und habe mich angreift.
00:07:04: Dann bekam ich Angst.
00:07:06: Die Angst ging so weit, dass ich meine Zimmertür über die Nachtur abgeschlossen habe.
00:07:11: Aber auch tagsüber habe ich sie meistens dann auch abgeschlossen ... Ich wollte nicht, dass er in mein Zimmer geht und mir Sachen nimmt.
00:07:22: Er machte manchmal leute Streiche bei den Nachbarn oder hat in der Wohnung andaliert.
00:07:28: Ich bekam sogar von der Verwaltung auch eine Verwarnung mit Trauung.
00:07:34: dass ich die Wohnung verlassen muss, wenn es so weitergeht.
00:07:40: Je länger ich bin, ist diese Wohnung der Treffpunkt geworden für andere Jugendliche, die auch nicht in die Schule gegangen sind oder Versättungen aus Hause abgehauen sind und seitensweise habe ich bis zu sechs Jugendlichen bei mir gehalten.
00:07:54: Sie haben nicht mehr weiter gewusst, hat aber aktiv nach Hilfe und Unterstützung gesucht?
00:07:59: weiterbildende Besucht.
00:08:01: Ich ging regelmäßig an die Sitzungen auf den Fachfleckfamilien und ich habe mich dann auch ab Familie angewendet und mit der damaligen Beiständin geredet und habe sie auch konkret beten darum, dass sie mir total zur Seite stellt, dass sich so Unterstützung bekommt.
00:08:20: Nach unserem Umzug habe ich bei der neuen Beistände eine sozialpädagogische Familienbegleitung beantragt Aber die Unterstützung ist nicht stehen gekommen.
00:08:32: Und zwar aus dem Grund, dass wir eine Doppelfinanzierung machen würden.
00:08:38: In meiner Verzweiflung ging ich so weit, dass ich sogar anboten habe, die sozialpädagogische Familienbegleitung selbst zahlen zu können von meinem eigenen Geld.
00:08:46: Ich wollte einfach, dass endlich jemand kommt und uns professionell unterstützt.
00:08:52: Also, ich habe bis zur Situation völlig eskaliert.
00:08:58: mich weiterbilden, ich habe mich ausgeduscht und immer wieder ganz konkret und professionelle Unterstützung bettelt.
00:09:05: Und genau das ist für mich rückblickend so irgendwie ein Wunderpunkt, dass ich dort keine Hilfe bekommen habe.
00:09:15: Eine sozialpädagogische Familie Begleitung wurde also nicht finanziert.
00:09:20: Auf das kommen wir dann später nochmal zurück.
00:09:23: Bierte mich Jannine Maurer hat genau das gemacht, was man sich von einer überforderten Mutter wünscht.
00:09:30: Sie fragte um Hilfe?
00:09:33: Ja, das habe ich gesehen auch so wie viele Familien mit Teenager.
00:09:36: Das kann einfach mega schwierig sein und dann ist es in meiner Meinung nach eigentlich ein Zeichen der Grösse oder der Einsicht, wenn man sich denn Hilfe holt, weil man selber nicht mehr klarkommt.
00:09:47: Und genau das hat sie ja gemacht.
00:09:49: Das haben wir ihnen verweigeren.
00:09:51: Was ist passiert?
00:09:53: Ja, also ich habe einfach in der Unterlage von den Behörden, die sie mir entgegärt hat, gestanden.
00:09:58: Ich lese das jetzt vor.
00:09:59: Die wiederholten Hinweise an Pflegemutter und ihre Grenzen so gelangen sowie verlaufen den letzten Monaten zeigen dass die notwendigen Erziehungs- und Betreuungssicherheit nicht durchgehend gewährleistet ist.
00:10:10: Das finde ich eigentlich mega frech!
00:10:12: Also ich meine es ist wahrscheinlich teilweise so gewesen.
00:10:14: Es hat sich eindrücklich beschrieben aber ich meine jeder und jede von uns wäre das passiert wenn ein Kind Oder einen jungen Menschen ausrascht.
00:10:23: Sie hat sie ja eingesehen und gemerkt, sie hat auch Hilfe.
00:10:27: Man hat das negativ ausgelegt?
00:10:29: Genau!
00:10:29: Und wie ist es mit Matheo weitergegangen?
00:10:33: Es war eine Befrühung im Jahr Covid-I.
00:10:37: Er wurde immer auffällig geworden... ...und Crespa hat dann entschieden, dass er nicht wieder nach Hause gehen muss.
00:10:44: Das ist ein spezielles Jugendheim, wo man in einem offenen Setting ist.
00:10:49: Er war nicht eingeschossen oder so.
00:10:52: Und er ist dann da einfach dauernd abgehauen und immer wieder bei seiner ... Also Mutter oder Pflaggmutter auftaucht, ähm... Ja also er hat eigentlich überhaupt nichts genutzt!
00:11:03: Er wollte wieder heim?
00:11:05: Er wollte
00:11:05: immer heim, ja.
00:11:06: Und sie hat natürlich auch nicht nahe gesagt, oder?
00:11:09: Also es ist seine Bezugsperson, das ist schon völlig
00:11:11: klar.
00:11:13: Das ist ein Podcast von Beobachter.
00:11:15: Wir machen faire Journalismus, schauen dort an, wo andere wegschauen und arbeiten für eine gerechtere Schweiz.
00:11:21: Schauen Sie mal auf beobachtern.ch-folge findet ihr das kostenlose Probeabot um den Beobacher besser kennen zu lernen.
00:11:31: Ich fasse noch einmal zusammen.
00:11:32: Janine Maurer hat sich vierzehn Jahre lang um Matteo gehymert wie um ihren eigenen Sohn.
00:11:37: Und als er in Puberté kam, wurde es immer schwieriger.
00:11:41: Sie hat Unterstützung gesucht, aber stattdessen hat man Matteo in einem Heim platziert und den Pflegevertrag künnt.
00:11:53: Katrin du bist Rechtsberaterin beim Beobachter.
00:11:56: Ist so eine Heimplatzierung gegen die Wille der Pflegemutter nicht ein radikaler Schritt?
00:12:02: Ob es einen radikalen Schritt ist oder nicht, das kann ich jetzt mit einem Wort nicht beantworten, sondern ... Ich bin Juristin und dort ist es immer ein Einzelwahlentscheid, vor allem wenn es um Behörden geht.
00:12:17: Hier ist ein Beistand in der Hinter- wo die Situation anschaut und v.a.
00:12:23: sich im Kindwohl orientiert.
00:12:25: Behörde kann nicht einfach frei und schrankelos handeln sondern sie müssen sich am Wohl vom Kind orientieren.
00:12:32: Und die Behörder sind in diesem Fall Kiesb?
00:12:34: Hat sie diesen Schritt begründet Bierte?
00:12:38: Ich hatte gerne eine Stelle genommen, aber das ist einfach das und ich habe es schon gesagt.
00:12:42: Das habe ich nicht mehr zumutbar gemacht, dass er den Heim wohnt und hat das Gefühl, es sei besser für ihn, wenn er in einem Heim ist.
00:12:50: Und als er in ein Heim kam, haben wir gleichzeitig auch den Pflegevertrag aufgelöst... Auch hier habe ich mich gefragt, gibt's da noch keine Zwischenlösung?
00:12:59: Es tut mir alles so extrem!
00:13:01: Doch es gibt Zwischenläusungen.
00:13:03: also man sagt immer ... Wenn ein milderes Mittel scheitert, oder wenn es von Anfang an klar ist, dass wenn man ein mildes Mittel nimmt und das Aussicht los ist, dann tut man so einen Pflegevertrag auflösen.
00:13:16: Ja, mildere Mittel habe ich mir auch überlegt, die ich diesen Fall angeschaut haben.
00:13:20: Was wäre denn ein milder Mittel gewesen, hätte man etwas machen können?
00:13:24: Und die Familienbegleitung, die auch schon antäuntet wurde und die Mutter wollte, weil sie gesagt hat, ich bin jetzt gerade überfordert mit dieser Situation.
00:13:32: Und wie Spirta ja gesagt hat sehr viele Eltern, die jetzt vielleicht zugelassen haben ... Das ist mir auch schon mal passiert, an die Grenzen zu kommen und sich dann Hilfe holen.
00:13:43: Und wenn so eine professionelle Familienbegleiterin oder der Begleiter hätte helfen können – das wäre sicher ein milderes Mittel gewesen – nur eben Kosten.
00:13:51: Es war dort ein Problem, bei dem man gesagt hat, aus Kostengründen wären wir das nicht.
00:13:57: Was wäre ein mildes Mittel gewesen?
00:13:59: Bei jüngeren Kindern sagt man manchmal ja vielleicht einen Tag in Kita gehen oder man tut eine Therapie zu beweisen.
00:14:05: Irgendwas.
00:14:06: Aber ... Eigentlich die Hauptplanke ist das familiäre Setting.
00:14:10: Tut das noch, dass Jugendliche tragen oder nicht?
00:14:14: Und das war auch das, was Herr Kessb gesagt hat.
00:14:18: Der Ziegs- und Betreuungssicherheit ist jetzt nicht mehr durchgehend gewährleistet.
00:14:22: Wie wir es schon gehört haben, er wurde nicht mit Schule.
00:14:24: Er wurde städlich.
00:14:26: Er hat randaliert.
00:14:28: Das sind gröbere Sachen, die man in den Wagen schale muss legen – unbedingt!
00:14:35: Janine Maurer hat jetzt eben gefunden, dass eine Familie Begleitung geholfen hat.
00:14:39: Dass das vielleicht gelangt hat, dass Matteo wieder den Rang findet und die hat mir aus Kostengründen abgelehnt.
00:14:45: Kannst du das noch vollziehen?
00:14:49: Das finde ich sehr schwierig.
00:14:51: zum rechtlichen Einschätzen.
00:14:53: Ehrlich gesagt wie diese Beistäne und Beistände dann konkret arbeiten.
00:14:58: Es ist auch sehr kantonal unterschiedlich.
00:15:01: Man muss so hinnehmen als Begründung, dass man keine Doppelfinanzierung hat.
00:15:06: Sie bekommt ja schon das Pflegemutter Geld und will es nicht machen.
00:15:11: Es ist natürlich auch immer ein Entscheid gegen den Jugendliche im Sinne, er geht immer wieder zurück zu dem Mutter.
00:15:18: Ich weiss jetzt nicht auch, wie man das Kindeswohl anschaut.
00:15:20: Das ist eine Abwägungsfrage, die ich aber auch einen wichtigen Punkt finde.
00:15:25: Hätte man nicht Steuergelder genommen für die Familiengeleitung?
00:15:30: Dafür hat diese Jugendliche vielleicht für eine längere Zeit eine stabile Umfeld.
00:15:39: Und ein Heim auf dem Tal ist auch viel, viel teurer als eine solche Familiebegleitung?
00:15:44: Und was Janine Maurer auch gestört hat, sie konnte nicht nur mitreden bei dieser Heimplatzierung.
00:15:50: Sie wurde nachher gar nicht mehr informiert.
00:15:53: Man hat sie eigentlich einfach aus dem Leben von Matteo gestrichen – auf dem Papier!
00:15:59: Ja, das erstaunt sehr.
00:16:01: Weil es wäre möglich auch Pflegeeltern oder ehemalige Pflegeälter zu informieren.
00:16:06: Das ist nicht etwas, was das Gesetz untersagt.
00:16:08: Vielmehr hätte man sogar ein Anhörungsrecht.
00:16:12: Eigentlich dürfen wir bei allen wichtigen Entscheidungen sagen, was wir dazu haben als Pflegenelter vor dem entscheidenden Vertrag aufzulösen?
00:16:24: Wo kann man sich denn da wehren, wenn man in so einer Situation ist?
00:16:28: Also gegen die Entscheidung der Käse, sich zu wehren, macht man im zuständigen Kantonalen
00:16:32: Gericht.
00:16:40: Matteo vom Einten auf den anderen Tag nicht mehr in ihrem Leben zu haben war ein härter Bruch für Janine Maurer und wie es sich dafür angefühlt hat, hat sie uns gerade selbst erzählt.
00:16:50: Für mich war das sehr ein Schmerz auf dem Bruch.
00:16:53: Vierzehn gemeinsame Jahre wurden einfach beendet ... Obwohl es für mich nie einfach nur ein Pläckverhältnis war.
00:17:01: Matteo ist mein Kind und daran wird sich auch nichts ändern.
00:17:05: Sie fühlte sich in dieser Situation sehr ummächtig gefühlt.
00:17:09: Bierte, weisst du wie Matteo auf das alles reagiert hat?
00:17:13: Ja überhaupt nicht gut.
00:17:15: Er kam immer wieder nach Hause zu seinem Mami.
00:17:18: Als er sagte ich ja auch Mutter.
00:17:19: Seine Mutter, logischerweise.
00:17:20: Er war vierzehn Jahre lang viel zuständig.
00:17:23: Und dann vor einem Tag auf dem anderen nicht mehr.
00:17:26: Ich habe vorhin schon gesagt, es war ein offener Setting in der Notfallstation und nach einem Jugendheim.
00:17:31: Es ging immer wieder aufs genannte Koffer.
00:17:36: Und dann meistens wieder zu ihrem Heim.
00:17:37: Sie hat das natürlich auch nicht verstanden, denn er ist minderegend.
00:17:41: Er stand vierzehnig oder dreizehnvierzehniger.
00:17:45: Und immer wieder verschwunden.
00:17:47: Es hat niemand klar gross interessiert.
00:17:50: Also ich bin selber mutig, ich finde das total ... komische oder merkwürdige Situationen.
00:17:56: Ich finde
00:17:57: es auch fast ein bisschen ironisch, man sagt ihr quasi du bist jetzt nicht der Mutter aber dann kommt er gleich immer wieder zu ihrem Zurück, sie ist wach in den Nacht und sie muss reagieren wenn er bei ihren ist?
00:18:08: Genau, man hat ihnen gesagt dass sie die Polizei informieren müssen weil sie immer wieder abhauen, da müsste sie eigentlich schon im Heim sein.
00:18:13: das hat sich dann wirklich mal Mitte April machen müssen und dann sind sie am Morgen um sechs Uhr gekommen und dann wurde mit Handstellen abgeführt in einer geschlossenen Abteilung von einem Jugendheim in einem anderen Kanton überführt wurden.
00:18:26: Und haben Sie Gleichkontakt gehalten?
00:18:28: Ja, also telefonieren wir uns.
00:18:30: Wobei es sehr strikt ist das Regime.
00:18:32: Es hat nur so vorgene Zeit und er muss sagen, welche Person darf und die werden dann abcheckt oder so.
00:18:37: Aber das hat sie regelmäßig in den Kontakt.
00:18:39: Und sie hatten ein paar Wochen Besucher aber natürlich selten.
00:18:43: Das klingt fast wie im Gefängnis...
00:18:46: Ja, das ist so.
00:18:46: Geschlossene Abteilungen sind so.
00:18:48: Die Feier sind vergittert und du kommst nur mit einem Batch oder Schlüssel rein.
00:18:52: Sie sind in diesem Sinn gefangen.
00:18:54: Sie dürfen sich nicht frei bewegen, wie sie wenden.
00:18:57: Aber es hat natürlich einen Grund, weil man will, dass sie wieder checken wird, was los ist und zu Besinnung kommt.
00:19:03: Es ist ja meistens auch nur für ein paar Monate geschlossen und dann schaut man, wie besser man sich bei diesem Sinn benimmt, sodass wir dann auch wieder offen und ausgehend haben.
00:19:13: Hast Du mit ihm Mama reden können?
00:19:15: Ja, ich konnte mit ihm telefonieren halt nicht so lange.
00:19:18: Und dort hat er eigentlich nur gesagt, ich will heim, zu meinem Mami.
00:19:22: Es geht ihm zwar nicht schlecht in diesem Sinne nach Hause, aber er will auch wieder nach Hause.
00:19:27: Völlig verständlich für einen vierzehnjährigen.
00:19:36: Der Artikel ist im Juni erschienen vor ein paar Monaten und am Schluss ist offen geblieben wie es mit Matteo weitergeht.
00:19:42: Wir haben Janine Maurer um das Update beten.
00:19:46: Also die Reaktionen auf den Artikel waren ja super.
00:19:51: Der Beitrag war so präsent, dass er auch auf der Bildschirme in den Bus gezeigt wurde.
00:19:57: So viele Menschen sprachen mich darauf an und sogar Leute, die ich nie erwartet hatte, dass sie mich auf etwas ansprechen.
00:20:08: Dann hatte ich das Gefühl, jetzt bewegt sich etwas.
00:20:13: Die bisherige Beistände wurde durch eine Neue abgelöst.
00:20:20: Matteo und ich füllen uns sehr wohl bei den neuen Beiständen.
00:20:25: Trotzdem habe ich mir Gedanken gemacht über ihr Vorhaben, das sie jetzt hat.
00:20:30: Sie möchte nämlich, dass Matteo in Jura einen Bauernhof geht, wo er eine S-II-Betreuung hat.
00:20:38: Er soll dann zu Ruhe kommen und ein Einsicht erlangen in diesem Sinn.
00:20:43: Und sich dort lernen, sich nach Regeln zu benehmen.
00:20:48: Man hört es schon, Janine Maurer fühlt sich mit dem Vorschlag nicht ganz wohl.
00:20:53: Sie hat Angst, dass Matteo wieder ausbüxt und alles von vorn anfängt.
00:20:57: Eine Fachperson der sozialen Dienst hat hekidrum eine andere Lösung vorgeschlagen – sie fände es besser wenn Matteo in den geschlossenen Anstalt zur Ruhe kommt und dann direkt in eine neue Einrichtung in die Nähe seiner ehemaligen Pflegmutter kommt.
00:21:12: Was jetzt passiert ist immer noch offen!
00:21:14: Und das raubte Janin Maurer viel Energie….
00:21:18: Ich bin müde, ich bin einfach sehr müde.
00:21:21: Die letzten Jahre haben mich unglaublich viel Kraft gekostet und ich fühle mich so machtlos.
00:21:27: Ich sah vieles kommen und gleichzeitig kann ich keinen Einfluss darauf nehmen.
00:21:34: Aber ich habe mir selbst versprochen, dass ich nicht aufgegeben werde.
00:21:38: Ich möchte mein Leben wieder in die Hand nehmen Schritt für Schritt und gleichzeitig bleibe ich aber auch eng mit Matheo
00:21:44: verbunden.".
00:21:46: Also als die Person, die ich kenne und liebe.
00:21:50: Und die trotzdem immer ein Freund sein wird.
00:21:54: Was ich mir am meisten wünsche ist einfach, dass Matteo diese Hilfe bekommt, die wirklich zu ihm passt.
00:22:00: Dass er irgendwann eine Chance bekommt, wirklich weiterzukommen.
00:22:06: Und an dieser Stelle möchte ich mich auch noch bei meinen älteren Kindern und bei meinen Eltern von ganzem Herzen bedanken.
00:22:13: Sie haben mich jetzt über alle Jahre unterstützt und mitgeteilt, dafür bin ich ihnen sehr dankbar.
00:22:20: Bierte was bleibt bei dir zurück nach der Recherche?
00:22:24: Ich finde man muss das ganze Pfleckkindwesen in der Schweiz genau anschauen.
00:22:27: Es gibt noch keine verlässliche Zahlen.
00:22:30: Experten schätzen aber dass es etwa zwanzig Tausend Kinder betrifft wo ich heim aufwachsen, also in den Pflegeverhältnissen.
00:22:37: Und ein Drittel von denen sind die Pflegefamilien.
00:22:40: Meistens sind es jüngere Kinder, wie der Matteo und das Baby, bei dem eine Pflege-Familie kommt, weil man dort meistens einfach aufgekommen ist und mehr näher hat.
00:22:50: In diesem Sinn kann er besser aufwachen.
00:22:52: Ich sage jetzt nicht, dass das Heimenpässe schlecht ist aber es ist natürlich ein anderes Setting.
00:22:56: Aber das heißt, da sind ein paar tausend Kindes und ich nehme mal an, dass Matteo nicht einzelfallig ist.
00:23:03: Es ist sehr schwierig hier etwas zu machen, weil so viele verschiedene Stellen zuständig sind.
00:23:10: Und es tut mir einfach mega leid, denn ich versuche in Maurer wirklich ihr Bestes und sie liebt das Kind.
00:23:17: Ich merke das, sie hat mir auch Fötterl gezeigt und alles.
00:23:20: In der Wohnung sieht man überall, dass er ein Teil dieser Familie
00:23:25: ist.
00:23:25: Ich bin gespannt, wie es mit ihm weitergeht.
00:23:27: Das erfahren wir sicher irgendwann.
00:23:29: Birte und Katrin, vielen Dank für dieses spannende Gespräch!
00:23:33: Das war der Fall im Podcast von Beobachter mit Birte Hommann, Katrin Reichmuth und mir Yasmin Helbling.
00:23:40: Produktion Karla Lardi.
00:23:42: Wir freuen uns, wenn Sie den Podcast abonnieren, bewertet und beim nächsten Mal wieder rauslassen.
00:23:47: Bis bald!
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